Klänge des Grauens – The Burning-Soundtrack auf Vinyl

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Der Soundtrack zu einem meiner Lieblings-Horrorschlocks der 80s wird von One Way Static neu aufgelegt: Tony Maylams The Burning (1981), Soundtrack von Rick Wakeman. Natürlich als Limited Edition-Schnickschnack auf Color-Vinyl und als Tape.

Ich hab’ zwar bereits das 1981er Original-Vinyl hier im Regal stehen, werde hier aber trotzdem zuschlagen, da der Film und seine berühmt-berüchtigte Kanu-Szene eins meiner ersten Kindheits-Trauma mir die erste Rebellenerfahrung meines Lebens bereitete, als Mr. Heckenscherenkiller die Finger und andere Extremitäten der Kids abschnitt und mein Papa entsetzt zum Videorekorder rannte, weil er nicht fassen konnte, was sich sein achtjähriger Sohn da ansah und ich wusste, dass ich da grade was ganz schrecklich verbotenes gemacht hatte. Good Times.

Und wo wir grade beim Thema sind: Toller Podcast von Raphael Smarzoch beim Deutschlandfunk, Klänge des Grauens – Musik und Geräusch im Horrorfilm, mit den Filmkomponisten Marco Dreckköter und Stefan Will, den Filmwissenschaftlern Marcus Stiglegger und Frank Hentschel (Töne der Angst) sowie Drehbuchautor Andreas Marschall. Hier das MP3.

Musik und Geräuschen wird nachgesagt, die Seele des Horrorfilms zu sein. Durch sie erscheinen Leinwandängste noch furchteinflößender. Dissonanzen, Atonalität und klangliche Experimentierfreude sind die Markenzeichen des Horrorsounds, der sich nicht an konventionellen Hörerwartungen orientiert. Wie wirkt sich das auf die Kinobesucher aus?

Das Fremde und Unheimliche widersetzt sich gängigen Normen. Komponisten suchen es in elektronischen Sounds, vermeintlich unschuldigen Kinderliedern, geistlichen Chorälen, plötzlich und laut einsetzender Musik oder seltsamen Geräuschen, die ein Gefühl von Bedrohung und Terror auslösen können. Die Akustik des Grauens schockiert und traumatisiert, verstört und verunsichert. Sie hat dämonische Qualität und nimmt Besitz vom Zuschauer. Man kann sich ihr nicht entziehen.