Begun the Ghostbusters-Wars in DasGeileNeueInternet have

shmilo

Milo Fuckopolous, professioneller Clown, Troll und Provokateur der Neurechten, eins der bekanntesten Ausshängeschilder von Gamergate und Breitbart, wurde gestern endlich von Twitter gesperrt. Der Typ ist ’ne einzige Lachnummer und zitiert, wenn er mal für ein paar Sekunden was ernsthaftes sagen will, schlechte Wissenschaft („Fatshaming works“, „Transgenderism is a psychiatric disorder“) und verkürzt sie, alleine um seinen Anti-Feminismus-Feldzug zu befeuern.

Jetzt hat er in der Illustration seines Ghostbusters-Reviews die Schauspielerin Leslie Jones attackiert, woraufhin ihr Twitter-Account schon kurz danach mit rassistischen Tweets seiner Fanboys gefloodet wurde. Die NeoReactionaries auf /pol/ feierten die Aktion, platzierten FalseFlags zu GamerGate und schließlich begannen die Nazis, die rassistische Harambe-Meme auf Leslie Jones anzuwenden.

Fuckopolous befeuerte die Aktion weiter per Victim-Blaming („If at first you don't succeed [because your work is terrible], play the victim. Everyone gets Hate-Mail FFS.“) Leslie Jones retweetete einige der rassistischen Hate-Tweets, gab aber nach ein paar Stunden auf und musste sich von der Plattform zurückziehen. Der Mob hatte, zumindest bis dahin, gewonnen. Und nun wurde das „utterly charming“ Oberarschloch für die Aktion eben von der Plattform gekickt.

Ich weiß, dass hier ein paar wenige „Nero“-Fanboys (sein Ex-Twitter-Nickname) mitlesen und die wissen, dass ich nicht jeden SJW-Kram schlucke, nur weil ich mir in typischer Lazy-Clicktivism-Manier politische Prinzipien wie Feminismus oder Social Justice auf die Fahnen schreibe. Ich kritisiere Aktivisten regelmäßig dafür, wenn sie mit an Zensur grenzenden Aktionen die Gegenseite mundtot machen wollen, Begriffe wie „Hate-Speech“ zu weit definieren oder gar Vorträge von eben jenem Fuckopolous an Universitäten verhindern wollen. Ich habe dafür sogar ein eigenes Tag namens Illiberal Left.

Aber Twitter hat hier Recht.

Fuckopolous nutzte seine immense Reichweite in diesem Fall schlichtweg dazu, während einer öffentlichen rassistischen Hetzjagd auf eine Woman of Color die Stimmung weiter aufzuheizen. Also wird er rausgeschmissen, so wie man es mit Arschlöchern eben macht. Seine „Free Speech“ ist nicht beeinträchtigt, er kann das komplette Rest-Internet dazu nutzen, seinen Crap weiter zu verbreiten und in einem semi-öffentlichen Raum wie Twitter gelten semi-öffentliche Regeln. Twitters Entscheidung dürfte wohl auch juristischen Bestand haben, da Fuckopolous Aktion dazu geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, worin sogar in den USA die Freie Rede ihre Grenzen findet.

In anderen Worten:
Begun the Ghostbusters-Wars in DasGeileNeueInternet have.
Bad.
Fuckopolous out.
Good.

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