Nerdcore präsentiert High-Rise: Preview-Screening am 23. Juni in Berlin

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Ben Wheatleys dystopische Science-Fiction-Allegorie einer zerfallenden Mikro-Gesellschaft in brutalistischer Architektur hatte ich in den vergangenen Wochen und Monaten bereits schwer abgefeiert. Deshalb freut es mich sehr, zusammen mit dem deutschen Verleih DCM ein exklusives Preview-Screening im Passage-Kino in Neukölln präsentieren zu können.

Das Kino mit seinem fetten Kronleuchter, den großen Rundbogenfenstern, dem rotem Samt und goldenem Stuck in unmittelbarer Nachbarschaft zur Neuköllner Oper bietet einen netten, barocken Rahmen für die cineastische Dekadenz und der klassische Berliner Neukölln-Abfuck bildet den angemessenen Rahmen zum sich langsam ausbreitenden Downfall gesellschaftlicher Hierarchien. Geil!

Dazu gibt's Snacks und eine Goodie-Bag mit ein paar Überraschungen, passend zur High-Rise-Dystopie. Hier das Event auf Facebook, Anmeldung für Tickets unter nerdcore@highrise-film.de, wir zeigen die Originalversion mit Untertiteln.

1975. Zwei Meilen westlich von London bezieht Dr. Robert Laing auf der Suche nach Anonymität sein neues Appartement, nur um bald feststellen zu müssen, dass seine Mitbewohner gar nicht daran denken, ihn in Ruhe zu lassen. So ergibt er sich schließlich in sein Schicksal, freundet sich mit den neuen Nachbarn an und wird dadurch zunehmend in das komplexe soziale Gefüge hineingezogen.

Während er so seine Probleme damit hat, seinen Platz inmitten dieser Gesellschaft zu finden, bekommen Laings gute Manieren und sein Verstand ebenso deutliche Risse wie das Gebäude selbst. Die Lichter gehen aus, die Aufzüge halten an, aber die Party geht weiter.

Die Menschen sind das Problem.
Der Alkohol die Währung.
Sex ist das Allheilmittel.

Erst sehr viel später, als er auf dem Balkon sitzt und den Hund des Architekten verspeist, fühlt Laing sich endlich zu Hause.