Mondo Sangue: Soundtrack für fiktiven Kannibalen-Film

cannibals

Schicker Soundtrack zu fiktiven Kannibalenfilmen von Christian Bluthardt und Yvy Pop aka Mondo Sangue (Facebooks). Die Platte gibt's inklusive Fake-Filmposter hier auf Vinyl, hier der Soundtrack auf Spotify, die Stuttgarter Zeitung hat ein paar mehr Details zur Entstehung des Albums.

Das Projekt L’Isola Dei Dannati – „Die Insel der Verdammten“ – nimmt den Hörer mit in den Dschungel, begleitet das Stranden auf der „einsamen“ Insel, untermalt erotische Zusammenkünfte unter tropischen Duschen und beflügelt mit Bossa Nova einen Sommer, der nie zu Ende gehen sollte. Sie kidnappen Forscherteams und pfählen Jungfrauen. Dabei werden die – zugegebenermaßen etwas schwerverdaulichen – Filme des italienischen B-Moviegenres von traumhaft schönen Melodien untermalt.

Hintergrund ist weniger ein Austausch von Nischenwissen unter Trashfilm-Enthusiasten, als vielmehr das Aufschließen der Mechanismen des B-Movie-Genres auf der Audioebene. Beginnend mit dem Kannibalenkino der späten 70er Jahre untersuchen Christian Bluthardt und Yvy Pop die trivial anmutende musikalische Untermalung drastischer Filmbilder in Zeiten des Begehrens nach Exotik, Erotik und Exploitation (vgl. Emanuelle, Mondo Cane etc.).

Mondo Sangue (Filmmusiker Christian Bluthardt und Sängerin Yvy Pop) haben mit der handnummerierten, auf 666 Stück limitierten Vinyl-LP L’Isola Dei Dannati eine Hommage ans italienische Kannibalenkino der späten 70er Jahre geschaffen, die Erotica, Exotica und Psychedelia mit dem Pathos opulenter italienischer Filmmusik verbindet.

Die Vorbild-Soundtracks des Projekts zu Cannibal Holocaust (Spotify), Cannibal Ferox (Spotify) und Cannibal Apocalypse hatte ich damals in meinem 4-Stunden-Horror-Mix How To hack off Bodyparts with a Horror-Soundtrack hoch und runtergespielt.

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