Larry Brent – TV-Serie in Produktion

Gepostet vor 1 Jahr, 1 Monat in #Misc #Horror #Literature #Pulp #Series

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Als ich damals™ noch ernsthaft Pulp gelesen habe (also mit 10 oder so), gab es grob zwei „Universen“, zwischen denen man wählen konnte. Die Groschenromane von Bastei (John Sinclair, Tony Ballard, Gespenster Krimi, Professor Zamorra, Der Hexer und whatnot) sowie der Zauberkreis Verlag (Silber-Grusel-Krimi, Macabros, Larry Brent). So ein bisschen wie DC Comics und Marvel, nur eben mit Horror-Pulp. Scheiße waren beide und wenn man sich den Kram heute mal durchliest, merkt man erst, was für ein furchtbares Gestammel die damals gedruckt haben und wie dämlich die Storys aufgebläht wurden, damit die „Autoren“ ihre 64 Seiten vollkriegen. Macht aber nix, deshalb isses ja Pulp und ich liebe den Schrott nach wie vor so sehr, dass ich hier eine recht stattliche Sammlung rumfliegen habe, inklusive des ersten Gespenster Krimis in Z0.

larry1Jetzt wollen sie eine Serie zu Larry Brent produzieren und, naja, uhm. Wer sich erinnert: Es gab 'mal eine John Sinclair-Serie auf RTL, die war so schlecht, dass sogar Helmut „Jason Dark“ Rellergerd sich davon distanzieren musste, bei 'nem Schlockschreiber wie Dark mehr als vielsagend. Und das hier sieht mir höchstens so ein kleines mittelbisschen besser aus, wenn ich mir anschaue, wer da so mitwirkt.

Regie soll Nick Lyon führen, der hat unter anderem folgendes verbrochen: Rise of the Zombies, Zombie Apocalypse, Bermuda-Dreieck Nordsee, Species 4 und eine Folge von Z Nation. Das beste – oder treffender: Das am wenigsten schlechte in der Reihe ist die Serie Z Nation, Lyon hat lange für die Trash-Fabrik The Asylum gefilmt und keiner seiner Filme lässt auch nur ansatzweise Talent erahnen. Showrunner Heinz Treschnitzer hat keinerlei nennenswerten Credits vorzuweisen, Produzent Ralf Weinfurtner hat immerhin mal an Resident Evil: Afterlife mitgearbeitet und ansonsten auch nur lieblosen Müll wie Mutant Vampire Zombies from the 'Hood! im Portfolio. Andererseits: Übelste Trashfilmer aus der Asylum-Schule, die übelsten deutschen Pulp verfilmen, das könnte passen wie die Faust auf's Auge.

Der einzige Lichtblick: Special- und Creature-FX kommen von Tom Savini (Dawn of the Dead, Day of the Dead, Friday 13th). Da die Effekte bei Horrorstoffen jetzt nicht ganz unwichtig sind, bin ich zumindest diesbezüglich gespannt, was da auf uns zukommt und ansehen werde ich mir die Serie auf jeden Fall. Aber ich befürchte das schlimmste.

Auf der Facebook-Seite kann man sich das übliche PR-Gewäsch mit auffälligem Namedropping abholen, Snip von Zauberspiegel-Online:

Der geplante Pilotfilm zur Serie soll ein sogenannter "stand-alone pilot" werden, eine abgeschlossene Geschichte in Spielfilmlänge, ein ganz neuer Fall, der aber zahlreiche bekannte Elemente einige der beliebtesten Romane beinhalten wird. Die Handlung von Brents erstem grossen Fall wird ihn gemeinsam mit seiner attraktiven, schlagfertigen Kollegin Morna Ulbrandson nach Deutschland führen, aber auch an weiteren Nebenschauplätzen wie New York, Frankreich und der Türkei spielen, wo es die PSA-Agenten u.a. mit Vampiren, Untoten, Mumien, skrupellosen Kriminellen und verrückten Wissenschaftern und vielen anderen Gefahren zu tun bekommen werden.

Die darauffolgenden Folgen sollen jeweils auf einem Roman der Serie basieren, aber auch neue Fälle präsentieren, die an verschiedenen Schauplätzen, vorwiegend in Europa, spielen werden. Dabei ist geplant einzelne Episoden auch von bekannten internationalen und deutschen Genre-Regisseuren umzusetzen und bekannte Gast-Stars in Erscheinung treten zu lassen. Die Abenteuer werden sehr zeitgemäß und spannend sein, aber auch möglichst nahe am Spirit von Dan Shockers originalem Stoff, und werden alles beinhalten was Fans so kennen und lieben an Larry Brent: Horror, Action, Mystery, Sci-Fi, Crime, jede Menge Spannung, eine Prise Humor und natürlich auch unverzichtbare Gadgets wie etwa der PSA Ring, der PSA Laser, die geheime PSA Zentrale unter dem Tavern On The Green, und natürlich Iwans berühmt-berüchtigte „Vampir-Killer“-Zigarren.

Und weil das beste am Pulp noch immer die Cover sind, here we go:

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