Bier aus Bauchnabelflusenbakterien

Das neue Bauchnabelflusenbakterienbier der australischen Brauerei 7cent klingt erstmal wie eine weitere langweilige Yuck-Gimmick-[x]madefrom[z]-Story:

bellyThe process of isolating our own yeast strain involved swabbing samples of each of the brewer’s belly buttons and getting our full science on by streaking out the samples on agar plates. After allowing the plates to incubate, we found all sorts of interesting things growing, including what appeared to be colonies of yeast. Positive controls were used to help us identify yeast colonies and negative controls were used to ensure our techniques were sterile. We selected individual yeast colonies and grew them up until we had pitchable quantities for trial batches.

Hier jetzt, warum das nicht wirklich nur eine weitere langweilige Yuck-Gimmick-[x]madefrom[z]-Story ist: Vor vier Jahren haben Wissenschaftler im Projekt „Belly Button Biodiversity“ herausgefunden, dass Menschen einen individuellen Bauchnabelbakterienabdruck haben und unsere Bauchnabel-Flora bei jedem einzelnen ziemlich unique ist. Ein paar Monate vorher hatten sie festgestellt, dass die Bakterienkulturen aus Bauchnabelproben rund zur Hälfte aus bislang unbekannten Arten besteht.

Es ist also relativ wahrscheinlich, dass die Damen und Herren der australischen Brauerei oben ihr Bauchnabelflusenbakterienbier mit einer Zuckerpilz-Art brauten, die es so nur im Bauchnabel des Flusenspenders gibt und die bislang der Wissenschaft noch nicht bekannt ist. Was dieses Bier dann tatsächlich einzigartig machen würde, Yuck-Faktor hin oder her. Prost!