Captain America: Civil War (Werbung)

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Am 28. April läuft das nächste Abenteuer von Captain America bei uns an, der von mir mit Hochspannung erwartete „The First Avenger: Civil War“. Hier der Trailer:

Die Story des Films setzt dort ein, wo „Avengers: Age of Ultron“ endete, führt das Geschehen aus den Vorgängerfilmen konsequent weiter und treibt seine Protagonisten in die ultimative Konfrontation. Captain America führt die Superhelden der Avengers auf eine Mission, um Crossbones zu stoppen, einen der Supervillains aus „Winter Soldier“. Auf dieser Mission bleiben einmal mehr nicht ganz unerhebliche Kollateralschäden zurück und nach den Verwüstungen in New York (Avengers 1), Washington (Winter Soldier), London (Thor 2) und Sokovia (Avengers 2) ist dies der letzte Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt.

Die United Nations beschließen, die Avengers nicht mehr als private Einsatztruppe zuzulassen, sondern in eine UN-Task-Force umzuwandeln. Das sorgt freilich für Unfrieden im Team und das durch den hohen, politischen Druck ausgelöste Kräfteringen sprengt es letztlich in verschiedene Lager. Zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt, natürlich, denn der fiese Baron Zeno (gespielt von Daniel Brühl) ist auf der Jagd nach Hydra-Agenten und Informationen über die Vergangenheit des Winter Soldiers.

Glaubt man den vorab erschienenen und stellenweise euphorischen Kritiken, schafft es Civil War, abstrakte und brandaktuelle Themen wie politische Polarisation oder Debatten um Privacy aufzugreifen und im Comic-Verfilmungs-Kontext zu gänzlich neuen Höhen zu schrauben. Das alles mit dreidrölf Tonnen knallender Comic-Action. Anders gesagt: Meine Erwartungen an „Captain America: Civil War“ sind ziemlich hoch.

Letztlich stellt der Film eine brisante politische Vertrauensfrage: Überlassen wir die Verantwortung für das Schicksal von abertausenden Menschen in der Hand von privaten Individuen oder öffentlichen Institutionen? Vertrauen wir dem einzelnen oder der Gemeinschaft? Team Cap oder Iron Man? Hier eine Wahl zu treffen ist schwer, denn letztlich haben beide Seiten Recht und es geht am Ende nicht um die Entscheidung für die eine oder andere Seite, sondern um die Herstellung einer Balance zwischen den Kräften.

Eine Comic-Verfilmung, die es schafft, solche Fragen zu verhandeln, die angesichts real existierender, beinahe schon extremer politischer Polarisation hochaktuell und drängend sind, sowohl hierzulande, in Europa als auch in Amerika, macht Cap3 zu einem der interessantesten Blockbuster der jüngeren Geschichte, der in diesem Sommer die vielleicht hintergründigste Unterhaltung auf einer großen Leinwand bietet, die in diesem Genre der Comic-Verfilmung möglich ist.

So, Team Cap or Team Iron Man? Thanks for asking. Team Avengers mit einer leichten Cap-Bias.

Disco: Sponsored by Disney.