Social Media Uniformität und Like-Feedback-Loops

Eigenlob stinkt and I don't care: Freut mich ja immer, wenn Themen, an denen ich mich hier seit ein paar Jahren abarbeite, so langsam im Mainstream und im allgemeinen Bewusstsein der Leute ankommen. Hier zwei aktuelle Beispiele:

Frau Sybille Berg am Samstag über kulturelle Gleichschaltung durch Social Media: Selbstvermarktung: Wer auffällt, ist out: „Die globalisierte Welt ist ein gnadenloser Menschengleichmacher. Es gibt Selfie-Tutorials, und Selfie Make-up, um sein Gesicht so zu fotografieren, dass es aussieht wie die Gesichter aller. Und der Körper, und der Hund. Auffallen ist out. Anders sein eine Schwäche. Sich stark fühlen in der Uninformiertheit. Wer auffällt wird gefressen, wir wollen nicht auffallen. Wir wollen zu Gruppen gehören, großen, starken Gruppen, die einander behüten.“

Und Ev „Twittermediumdude“ Williams im Guardian über den Mechanismus dahinter, den Like-Feedback-Loop: Medium and Twitter founder: ‘We put junk food in front of them and they eat it’: „If you look at feedback loops like likes and retweets, they’ve been very carefully crafted to maximise certain types of behaviours. But if we reward people based on a measurement system where there’s literally no difference between a one-second page view or reading something that brought them value or changed their mind, it’s like – your job is feeding people, but all you’re measuring is maximising calorie delivery. So what you’d learn is that junk food is more efficient than healthy, nourishing food.“