Fantasy Filmfest Nights – Tag 1: Veteran, Emelie, The Lobster, High-Rise, Pandemic

Gepostet vor 1 Jahr, 4 Monaten in #Misc #Movies #FFF #High-Rise #Review

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Mini-Reviews zum ersten Tag der Fantasy Filmfest Nights. Highlights waren wie erwartet Ben Wheatleys „High-Rise“ und Lanthimos' „The Lobster“. Am Ende gefielen mir vier von fünf gezeigten Filmen, wobei „Pandemic“ als ununterhaltsamer und grottenschlechter Trash gestern Nacht das Schlußlicht bildete. Heute dann, endlich, „Green Room“, der ersten Berichten zufolge extrem spannend und kickass sein soll (und der tatsächlich nicht nur mich an John Carpenters „Assault on Precinct 13“ erinnert).

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5. Pandemic (Trailer)

Doktor Lauren sucht mit einem Einsatzkommando Überlebende eines Zombie-Outbreaks und ihre Familie in Los Angeles und muss sich nach Hoobaloo wieder zurückkämpfen.

Lachhaft schlecht, als Trash auf Netflix an einem Sonntagnachmittag vielleicht grade noch erträglich. Verschenkt sein einziges Gimmick (First-Person-Perspektive) durch Inkonsequenz und auch ansonsten dient dieses einzige Alleinstellungsmerkmal dem ansonsten extrem schlicht gestrickten Zombie-Flick anscheinend vor allem zur Kaschierung schlechter Effekte und nicht nachvollziehbaren Action-Sequenzen. Dazu kommen völlig unoriginellen Gore-Momente und Gewaltverherrlichung (letzteres sage ich als bekennender Gore-Hound). Bestätigt mal wieder mein Vorurteil über Horrorfilme mit Metal-Soundtrack.

4. Emelie (Trailer)

Psychopathischer Babysitter terrorisiert 3 Kids, während Mutti und Papa auswärts ihren Jahrestag feiern.

Tolle Hauptdarstellerin, der das Script zum Ende hin leider nicht genug Raum bietet, um wirklich diabolisch zu wirken. Dazu kommen mehrere unlogische Charakter-Entscheidungen und viel verschenktes Potential. Trotzdem viele atmosphärische und verstörende Momente und Sarah Bolger in der Hauptrolle mit einer glänzenden Vorstellung, genau wie die drei Kids.

3. Veteran (Trailer)

Cop ermittelt gegen einen psychopathischen Corporate Obermufti, der einen Trucker-Tagelöhner vor seinem kleinen Sohn ins Koma prügelt.

Auf eine angenehme Art sehr altmodische Action-Comedy aus Südkorea, eine asiatische Version des Beverly Hills Cop-Themas, mit schön (aber nicht außergewöhnlich) choreographierten Martial-Arts-Sequenzen. Letztlich leider zu lang und zu unentschieden, ob der Film ein harter Kampffilm oder eher Slapstick sein will. Das hat für mich der starke (wenn auch sehr simple) antikapitalistische Subtext allerdings mehr als wett gemacht.

2. The Lobster (Trailer)

In einer nicht näher bestimmten Zukunft herrscht Ehe-Pflicht und Singles haben 45 Tage in einem Hotel, um einen Kopulationspartner zu finden, bevor sie in ein Tier ihrer Wahl verwandelt werden. Als Colin Farrells Anmachversuche nicht grade erfolgreich verlaufen, flüchtet er zu den Single-Rebellen im Wald, die Liebe verbieten, Pärchen Rasierklingen zwischen die Lippen kleben und ausschließlich solo tanzen.

Grandios absurde Metapher von Yorgos Lanthimos (Dogtooth) auf den Shiny-Happy-People-Zwang moderner Gesellschaften voller herrlicher Dada-Momente und einem Colin Farrell in Hochform. War mir am Ende eine Spur zu arthouse und „betont skurril“, vermeidet aber die übliche Prätentions-Falle. Toll! (In Deutschland ab nächster Woche übrigens unter dem dümmlichen Namen „Hummer sind auch nur Menschen“ auf BluRay.)

1. High-Rise (Trailer)

Doctor Laing zieht in das neue Hochhaus des Architekten und beobachtet der Zerfall der sich dort herausgebildeten Mikro-Gesellschaft.

Fantastischer Bildersturm von Ben Wheatley, jede einzelne Figur ist eine Metapher auf gesellschaftliche Ikonen, von der Intelligenzia (verkörpert durch ein Kind) über die Elite bis zur Hure. Der Film folgt keiner klassischen Narration, es gibt keine wirklich erzählte Story, der Film steigert sich in immer berauschendere und hypnotischere Bilder von Downfall, Orgien und Gewalt. Ein kaleidoskopischer Zerrspiegel gesellschaftlicher Dynamiken, kontrastiert mit Gore- und Popkultur-Elementen, über dem am Ende die Struktur selbst thront, dargestellt von Brutalistischer Architektur.

Ben Wheatleys Meisterstück, an dem sich sicherlich aufgrund seines Verzichts auf klassisches Storytelling die Geister scheiden werden. Ich fand „High-Rise“ fantastisch.

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