Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters klagt gegen das Land Brandenburg

Vor anderthalb Jahren bloggte ich über die offiziellen Nudelmessen-Schilder der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters in Templin, die sie dort als offiziell eingetragene Glaubensgemeinschaft an den herkömmlichen Glaubensgemeinschaftshinweisschildmasten zusammen mit dem Bullshit der anderen aufhängen konnten. Not anymore.

pastafariannudelmesseNachdem die Kirchen die Spaghetti-Schilder wieder abmontierte, erlaubte der Bürgermeister die Schilder an städtischen Aushangsvorrichtungsdingern. Und auch diese Erlaubnis hat die Verwaltung anscheinend zurückgezogen. Und genau dagegen klagen die Pastafaris jetze. Die Verhandlung ist heute (in Saal 404, Spirituality Not Found, wahrscheinlich um 13:37 Uhr, oder so), wenn sie etwas auf ihrer FB-Seite bekanntgeben, poste ich hier ein Update.

Am Mittwoch, den 6. April, wird unter dem Zeichen 11 O 327/15 im Saal 404 des Landgerichtes Frankfurt/Oder der Rechtsstreit der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e.V. gegen das Land Brandenburg verhandelt. Und Bruder Spaghettus ist frohgemut: "Egal wie es ausgeht – die Gegenseite hat sich tüchtig ins Knie gebohrt." Denn entweder werden die Schilder wieder erlaubt. "Oder wir gehen eben vor die nächste Instanz" – inklusive mehr Aufmerksamkeit für ihr "ernstes Anliegen."

Denn eigentlich will man auf die Privilegien der etablierten Kirchen aufmerksam machen, hinsichtlich Arbeitsrecht oder eben öffentlicher Schilder. Und auf den eigenen Ansatz eines "evolutionären Humanismus", der, ohne Glaube an ein höheres Wesen, das Gute in der Welt will.

[update]Die Richterin hatte keinen Bock, in die Thematik einzusteigen und stellt auf Formalie ab. Das bedeutet, in ihrem für den 13. angekündigtem Urteil wird sie feststellen, dass der Landesbetrieb Straßenwesen einen zwischen uns bestehenden Vertrag rechtskräftig gekündigt hat.“