Piratenpartei veröffentlicht die Feiertags-Film-Zensurliste der FSK

Die Piratenpartei hat die Liste der Filme veröffentlicht, die an Feiertagen wegen der Befindlichkeiten von komisch angezogenen Fantasy-Fans nicht aufgeführt werden dürfen. Prominentestes Beispiel ist natürlich Life of Brian, bei diesem Film kann ich das allerdings vielleicht mit viel viel ganz viel gutem Willen noch nachvollziehen, emphatischerweise.

Was allerdings Western-Klassiker wie Für eine Handvoll Dollar oder Batman hält die Welt in Atem oder Louis in geheimer Mission, Bud Spencer- und Didi-Filme oder die harmlose Hitchcock-Komödie Immer Ärger mit Harry auf der Liste zu suchen hat, weiß ich nicht. (Weiß ich schon: Da kommen bürokratisch veranlagte Zensoren und Pfaffen zusammen, da kann gar nichts anderes als behämmerter Unfug bei rauskommen.)

Die Piratenpartei veröffentlicht erstmals eine FSK-Liste der Filme, die nicht zur Vorführung an „stillen Feiertagen“ wie Karfreitag oder Volkstrauertag freigegeben sind. Seit 1980 wurden über 700 Filme auf diesen Feiertags-Index gesetzt, darunter überraschend Kinderfilme (z.B. Max und Moritz, Nick Knatterton’s Abenteuer), Komödien (z.B. von Hallervorden, Juhnke, Mel Brooks, Monty Python), Klassiker (Der zerbrochene Krug, Feuerzangenbowle, Ghostbusters) und politische oder religiöse Kritik (Barschel – Mord in Genf?, Leben des Brian, Der letzte Jude von Drohobytsch, Animal Farm). Die FSK-Entscheidung „nicht feiertagsfrei“ ist für Kinos und Filmverleiher unbefristet verbindlich und wird nur auf kostenpflichtigen Antrag überprüft.

Immerhin hat man jetzt ’ne Liste mit ’ner ziemlichen Auswahl für die nächsten semiöffentlichen Privatfilmguckereien an Feiertagen, hier das PDF, hier gescreenshottet:

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