Fantasy Filmfest, Tag 2, ranked

10.12.2015 Misc Movies
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Vergangenen Sonntag habe ich mir auch fast alle Filme – Lavantula kannte ich bereits – am zweiten Tag der Fantasy Filmfest White Nights angesehen. Hier mein Ranking (Tag 1 hatte ich hier gepostet):

lava5. Lavantula (Trailer)
Ironisch gemeinter Scheiß von SyFy von Mike „Big Ass Spider“ Mendez mit Steve Guttenberg. Ich hab’ die Schnause ja gestrichen voll von diesem industriell gefertigten Trash und den hier hab’ ich mir dann auch konsequent im Vorfeld in einer AlternativenOnlineDistributionsDingsbums™ angesehen, wo ich dann auch nur halb hingeschaut habe. Crap, selbst für Trash.

4. Bone Tomahawk (Trailer)
Aus irgendeinem Grund wird dieser Film hoch gelobt. Mir erschließt sich das nicht, der Film ist mit 130 Minuten viel zu lang und es passiert gemessen daran viel zu wenig. (Typen gehen auf die Suche nach einer entführten Frau, finden sie, Shit hits the fan, some die, some escape.) Der angepriesene Super-Gore entspricht ungefähr einer halben Minute und ist so gorig gar nicht, wenn man sich im Genre einigermaßen auskennt. Als existentialistische Elegie auf die Sinnsuche des Mannes in einer feindlichen Welt taugt der Film dann mit seinen mittelprächtig agierenden Schauspielern (Kurt Russell, Patrick Wilson aus Fargo) auch nicht wirklich. Meh.

3. February (Trailer)
Creepy-Mädchen-Film mit Emma Roberts (American Horror Story), Lucy Boynton und Kiernan Shipka (Carriers). Durchweg gut gespielt, dafür aber komplett vorhersagbar, letztlich ein eher halbgarer und leider etwas langweiliger Horror-Thriller.

2. Demon (Trailer)
Habe ich nur halb gesehen, aber die Hälfte hat mir genügt. Tolle Bilder und ein Film, der zwischen absurder Komik voller besoffener Polen und creepy Szenen mäandert. Der Film vermengt jüdische und christliche Mythologie, die Figurenkonstellation ist eher metaphorisch als narrativ (katholischer Pfarrer, Rabbi, ein Mann besessen von einer weiblichen Seele) und soll offensichtlich irgendwas über die Vergangenheit und Gegenwart Polens aussagen, was am Ende dann allerdings doch eher diffus bleibt. Leider gibt sich der Film gegen Ende sehr der Arthouse-Unsitte hin und erzählt seine wichtigste Plotline nicht zu Ende. Nett, aber zu holprig.

1. Baskin
Angenehm trashige Abrechnung mit türkischem Polizei-Machismo, laut Aussage des Regisseurs auch irgendwas mit den Gezi-Protesten. Die Charakterzeichnung ist aber doch zu ungenau, die angeblich eher dämlichen Arschlöcher werden sehr viel greifbarer, als der eigentliche Protagonist, der dem Geschehen meist nur beiseite gestellt ist. Für die erste Langfilm-Arbeit von Can Evrenol nicht schlecht, aber doch zu durchwachsen und undurchdacht, um ’nen wirklich guten Film abzugeben. (Und was es heisst, dass ein undurchdachter, durchwachsener Film auf Platz 1 des zweiten Tages steht, überlasse ich jedem selbst.)