Fantasy Filmfest, Tag 1, ranked

06.12.2015 Misc Movies
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fff

Ich hab’ mir gestern alle Filme auf dem ersten Tag der Fantasy Filmfest White Nights angeschaut. Definitive Tipps des ersten Tags: Southbound und Tag. (Bild oben vom Q&A mit Regisseur Abner Pastoll, Schauspielerin Joséphine de La Baume und Produzentin Junyoung Jang nach dem Screening von Road Games.) Hier mein Ranking:

south5. Summer Camp (Trailer)
Das Regiedebüt von [Rec]-Produzent Alberto Marini ist praktisch [Rec] in einem Landhaus/Ferienlager, mit dem Twist, dass sich die Zombies/Tollwütigen/Whatever nach 20 Minuten wieder erholen und normale Menschen werden. Plump erzählt, voller Plotholes und stellenweise unfreiwillig komische Pathos-Versuche („She's a Killer! I killed someone. Am I a Killer? I am a Killer.“) Da hilft dann auch nicht die nett-trashige Auflösung gegen Ende. Wenn man ein Auge zudrücken kann und sich jeden Zombie-Schlonz anschaut, nervt der Film nicht allzusehr.

4. Road Games (Teaser)
Ich verstehe den Mini-Hype um Road Games nicht wirklich. Oft miserabel gespielt, Plotlines werden nicht erklärt oder zu Ende geführt, tausendmal gesehene Creepybilder von Schaufensterpuppen, noch dazu macht der Film aus seiner Zweisprachigkeit (Englisch, Französisch) genau nichts, schlimmer noch: Das komplette Ende basiert darauf, dass Protagonist Jack nicht rafft, was Véronique grade erzählt. Nur leider ist das so dermaßen offensichtlich, dass es selbst jedem Kein-Wort-Französisch-Sprechendem sonnenklar ist – weshalb der Film zum Schluß praktisch komplett in sich zusammenfällt. Einzig das exzentrische Spiel von Frédéric Pierrot und die wirklich schicke Kamera-Arbeit retten den Film und machen ihn letztenendes halbwegs unterhaltsam.

3.Evolution (Teaser)
Angenehm kurze Arthouse-Fingerübung von Lucile Hadžihalilovic mit ein paar ziemlich ungewöhnlichen Bildern und tollem Licht. Hatte ich nach der Vorstellung in nem Gespräch mit nem Bekannten als „filmgewordene, experimentelle graphische Arbeit“ bezeichnet. Könnte eine gelungene Lovecraft-Verfilmung sein, wäre es eine Lovecraft-Verfilmung. Kann man sich ansehen, wenn man in der Stimmung für langsam erzählte Arthouse-Creeps ist.

2. Southbound (No Trailer yet.)
Hatte ich gar nicht auf'm Schirm als guten Film, aber die Horror-Anthologie Southbound ist bislang einer meiner Favorites, daran ändert auch das etwas blöde Creature-Design aus dem ersten Segment nichts. Fantastisches Schauspiel und Casting, extrem effektive Effekte, toller Soundtrack und eine angenehme No-Bullshit-Irony-Attitüde hätten den Film beinahe zu meinem Liebling des ersten Tags gemacht, aber der hier war dann einfach doch besser:

1. Tag
Sion Sonos surreale Abrechnung mit Japans (und seinem eigenen) Schulmädchen-Fetisch ist gleichzeitig irre-blutige Action-Splatter-Achterbahnfahrt, Metapher auf Objektifizierung von Frauen in japanischen Games („Don't play with us!“) und pop-poetische Gewalt-Allegorie. Für Fans asiatischen Kinos ein Must-Watch, alle anderen werden aber auch ziemlich anständig unterhalten. (Aus irgendeinem Grund ist der Film in voller Länge auf Youtube, wie ich grade festgestellt hab. Okay.)