Fuck You-Emoji is not the Word of the Year ­čśé

Die Website Oxford Dictionaries hat ­čś▒zum Wort des Jahres gek├╝hrt. ├äh, nein: ­čĄĹ. Nee, sorry.

­čśé<-- Das hier. Sie haben das ÔÇ×[in partnership with] leading mobile technology business SwiftKeyÔÇť getan, was garantiert und ganz ganz ehrlich ├╝berhaupt gar kein Grund war, ein Emoji zum Wort zu erkl├Ąren. Money rules und so. Aber ganz davon abgesehen: Ich habe ein Problem mit der Definition eines Emojis als Wort. Ich erachte Emojis (und Emoticons) nicht als schriftsprachlichen Ausdruck (was, zugegeben, eine sehr enge Definition von ÔÇ×WortÔÇť ist) und bin semiotisch eher bei Umberto Eco, der den Poststrukturalismus in der Zeichenlehre (Semiotik) ablehnt und eine Text-Struktur vorraussetzt.

Kurz gesagt: Wer schonmal in die Emoji-Version von Moby Dick reingeschaut hat und ernsthaft vorschl├Ągt, Emojis seien Worte (im Gegensatz zu assoziativen Phonemen, oder meinzwegen illustrativen Syntagma, oder sowas), hat wahrscheinlich zuviele ­čĺÁ von leading Mobile Technology Businesses im Arsch. Die Website Oxford Dictionaries geh├Ârt ├╝brigens ÔÇ×nurÔÇť zur Presseabteilung der Uni, nicht zum bekannten Oxford Dictionary. Go figure. ­čĽ┤