Grantlangst: Fear of a World Without Meaningful Content

Charles.buzz über den Tod von Grantland, einer Sportwebsite, die sogar ich als Sporthasser gelesen habe (weil sie ein paar wirklich grandiose Texte über Filme am Start hatten). Der hat nun anlässlich des Endes der Site ein wirklich schönes Wort für das Medien-Bruhaha seit circa-einem-Jahr-oder-so gefunden: Grantlangst: Fear of a World Without Meaningful Content. Schöne Formulierung, ein kleines bisschen besser, als The Awls Content Wars.

grantThe site was an anomaly, clouding the lessons that many of the most successful, acquire-able content farms learned in the growth-hacking boom since 2013. Niche blogging doesn’t work anymore. Neither does reporting or longform. A strong point of view and eloquent pieces aren’t scalable. The bots and longtail internet users who drive pageviews these days don’t care about expertise, passion, or even perfectly assembled words. Your unique point of view won’t be discovered and you won’t be paid above market content farm wages. […]

There is Grantlangst inside every one that consumed internet content around the turn of 2010. Explaining the existence of Grantland is more difficult than explaining the abrupt murdering of the site. Grantland was probably one of the last pages on the internet that was meant to inspire people to feel things, as opposed to just digesting algorithmically curated trends. It was a time when content farms could solely rely on Twitter to scale their brands, instead of posting tons of stories to Facebook with engaging, tagged captions. Back when ‘going viral’ had roots in internet culture instead of broad culture.

Und an dieser Stelle mal ein kleines Update zu Dingens: Ich überlege nach wie vor, wie man aus dem Teil hier etwas zumindest halbwegs neues basteln könnte, ich hab’ immer noch ein paar Ideen und die gieße ich grade in sowas wie ein schriftliches Konzept. Alleine: Jeder – JEDER! – einzelne, mit dem ich rede und mit denen ich mich getroffen habe, sagt dasselbe: Ein schulterzuckendes 'Dunno what to do'. Ich bekam vergangene Woche unabhängig voneinander zwei Tweetie-DMs, innerhalb von einem Tag tatsächlich, die fragten beide dasselbe: Ob mein Traffic auch so massiv eingebrochen wäre. (Yup.) Und das waren keine n00bs, alles Blogger und Website-Betreiber und Journalisten, die schon ewig dabei sind.

Und ja, ist überall dasselbe. Nicht nur hier oder in meiner Timeline, oder in unserer hiesigen Internet-Landschaft – überall. „'Traffic is flat,' Gawker Media's acting executive editor John Cook wrote in a memo to staff on Wednesday.“ Kurz gesagt: Seit damals hat sich die Situation nur noch weiter zugespitzt. Ich halt Euch auf dem laufenden und zu all dem Quätsch kommt garantiert noch ein dickes Update.

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