Ash vs Evil Dead: We have a winner.

ashIch hab' mir grade den Piloten zur Evil Dead-Serie angesehen, produziert und inszeniert von Sam Raimi himself. Und was für ein grandioser Auftakt das ist.

Die Folge hat alles, was man an den ersten drei Teilen mochte – die völlig überdrehten Effekte, eimerweise Blut und Gore, durch die Luft fliegende Körperteile, den erstgemeinten Fun. Und am wichtigsten, das was dem Remake völlig abging: Der Mut zu diesem unfassbar manischen Wahnsinn und die Serie hat ihre ganz eigene Version des Evil Deer aus Teil 2, die auch kein wenig alberner ist, auf so ’ne gute Art. Und dabei sieht die Serie ganz großartig aus, hat ein paar wirklich schöne atmosphärische Bilder, tatsächlich ein paar neue Ideen für Weird Deadite Stuff und die irren Kamerafahrten sind auch wieder da.

Perfekt ist sie natürlich nicht, was ist schon perfekt. Die zwei parallelen Storylines – 1: Ash findet heraus, dass er selbst die Deadites in seinem Vorort in Michigan losgelassen hat, will fliehen, klappt natürlich nicht, Pablo und Kelly und er bilden ein Trio. 2: Polizistin Amanda trifft The Evil Dead. – fühlen sich nicht wirklich verbunden an und die Storylines sind auch in der Tonalität ziemlich unterschiedlich. Während alles um Ash mit durchgeknallter Deadite-Action vollgestopft ist, sind die Szenen um Amanda der düstere, ernste Gegenpart. Soll wahrscheinlich eine gezielte Kontrastierung sein, funktioniert aber eher so mittel, auch wenn Amandas erstes Treffen mit dem Evil Dead nicht weniger blutig und wahnsinnig ist, wie der Rest der Folge.

Das ist allerdings nur ein kleiner Kritikpunkt und mehr habe ich auch nicht zu meckern. Es bleibt abzuwarten, ob die Serie das Niveau halten kann. Raimi hat nur den Piloten inszeniert, die weiteren Regisseure, nun ja: Michael Basset hat Solomon Kane verbrochen, Michael Hurst hat Xena und Spartacus aufm Kerbholz. Daher erstmal abwarten.

Dennoch: Ash vs The Evil Dead hat mit diesem kickass Piloten ohne Frage den Platz der besten Horrorserie im Fernsehen erobert. No Contest.

„It's good to be back.“
„How does it feel?“
„Groovy.“