The Garden: Overstuffed, hyperactive Postpunk-Galore

Ich habe mir in den letzten Wochen ein paar echt schöne Alben gekauft und eins der allerwunderschönsten ist wohl das von The Garden. Die Band sind Zwillingsbrüder aus Kalifornien und deren Mashup aus prätentiösem Fashion-Kunst-Rumgemache und unterkühltem Postpunk ist die perfekte Mischung aus gefakter Dringlichkeit und flirrender Darkness, der Sound für MobileWeg-Junkies, Songs wie Retweets, die meisten nicht länger als 2 Minuten. Spooky Bassläufe, Drum'n'Bass-Spuren, Spoken-Word-Krams auf Electronica. Kunstmucke halt.


Das Resultat bleibt dabei immer schön an der Oberfläche und geht nie wirklich dahin, wo's weh tut, Catwalk-kompatible Mucke für Amy&Pink-Leser, dabei aber immer interessant genug und tatsächlich vollgestopft mit Ideen-Bits, kleinen Hi-Hat-Verdrehungen, ab und zu auf eine fast schon niedliche Weise bösartig und The Garden sind sich ihrer etwas schnöseligen Inhaltsleere dabei anscheinend immer bewusst und tragen sie als Stilmittel vor sich her. Kann man so machen.

The Garden spielen nächste Woche am Montag (26. Oktober) in Hamburg in der Molotow Bar und am Dienstag (27.) in Köln im Yuca. Einen Monat später, am 20. 11., spielen sie einen Gig im Berliner Comet, Tickets gibt's unter anderem hier. Disclaimer-Simulation: Nerdcore presents yada yada.