Wes Craven R.I.P.

wescravenWes Craven verstarb gestern im Alter von 76 an den Folgen eines Hirntumors.

Sein billiger Exploitation-Revenge-Flick The Last House on the Left, schnell zusammengestöpselt mit seinem Kumpel Sean „Friday 13th“ Cunningham, begründete damals eine ganzes Subgenre, mit The Hills Have Eyes zementierte er seinen Ruf neben John Carpenter und Tobe Hooper als Erneuerer des amerikanischen Horror-Kinos. Dann drehte er im Zuge der Slasher-Welle in den 80er Jahren eine surreale Fantasy-Variante namens A Nightmare on Elm Street, erfand damit einen der ersten postmodernen Monster-Archetypen und spätestens ab hier war der Mann eine lebende Horrorfilm-Legende.

Bis in die 90er drehte Craven eine ganze Reihe großartiger Genrestreifen, neben meinem Lieblingsfreddy in Nightmare on Elm Street 3 – Dream Warriors auch die Perlen People under the Stairs und den völlig unterschätzten Shocker und schließlich dekonstruierte er das Genre mit dem ersten ironischen Meta-Slasher: Scream.

Ich hab' alles davon gesehen, Scream habe ich bis heute am häufigsten im Kino angeschaut, Nightmare on Elm Street bleibt (neben Poltergeist) der einzige perfekte Horror-Blockbuster und das von ihm selbst produzierte Remake von The Hills Have Eyes gehört zu den ganz wenigen Torture-Porn-Perlen des neuen Jahrtausends. Danke für das ganze Blut, Wes. R.I.P.