Converse hijacks local Ad-Space in Hamburg

Converse hat einen seit Jahren etablierten und von lokalen Veranstaltern genutzten Platz zum Plakatieren mit Chucks-Werbung vollgekleistert (und wahrscheinlich dutzende Anzeigen für lokale Veranstaltungen überklebt).

chucksDie Wand ist keine offizielle Werbefläche und wird daher von lokalen Veranstaltern benutzt, die sich keine gemieteten Fläche leisten können, um Partys und Konzerte anzukündigen. Abends sehe ich oft die Leute, die dort Plakate anbringen. Oft sind es die selben Leute, die ich am Wochenende im Club auflegen sehe. In der Regel herrscht hier ein “faires Miteinander”, dass es allen ermöglicht auf ihre Veranstaltungen hinzuweisen. Auch ich erfahre so oft, welche DJs in der Stadt sind und wo man am Wochenende hingehen könnte. Heute, zum Start des Wochenendes, habt ihr mit eurer “Made by you” Kampagne alles überklebt und damit den Leuten, die sich die Mühe gemacht haben dort auf ihre Veranstaltungen hinzuweisen, in den Arsch getreten.

Und anstatt bei Kritik zu sagen: „Ey, fuckit, wir sind Converse! Lass uns da im Viertel ein Event sponsor'n, presented by Testspiel“, canceln sie lieber ihre bereits geschaltete Bannerkampagne: „Converse möchte sich nicht zur Aktion äußern. Unser Vermarkter hat uns aber mitgeteilt, dass die geplante Schaltung der “Made By You” Kampagne auf Testspiel.de gestrichen wurde.“ Musterbeispiel dafür, wie man mit Blogs eben nicht umgeht, und das ausgerechnet von den Socialmediaspezies mit den ollen Chucks.

Das ist wortwörtlich wie ein Corporate Fuck, der sich mit seinem Arsch auf eine Subkultur setzt und bei Beschwerden die Chuzpe für einen Mittelfinger für genau die Leute hat, die ihnen ihr Gehalt finanzieren. Have fun with this! Popcorn.

[update] Von Facebook: „So sah die Wand ein paar Stunden zuvor aus: Antirassistische Demo 'Rassismus benennen. Die Mitte entlarven!'