Photography: To bury a Father

Großartige, weil genauso schonungslos ehrliche wie würdevolle Fotoserie von Kimmo Metsäranta, der seinen toten Vater im Sarg abgelichtet hat: To Bury a Father. (via Caitlin Doughty)

Most people in Finland—where I am from—don't know that you can dress the deceased. And if they did they probably wouldn't do it. Death is still a taboo over here. You are not supposed to talk about it, let alone photograph it. I don't know why this is. Maybe we don't want to be reminded of our mortality.

Preparing my grandfather for his coffin was a beautiful experience. Time seemed to come to a halt. All my memories of him felt stronger, more concrete. I had photographed him on many occasions and he always had this amazing presence. This was our last shoot together—although, in some sense, he was no longer there. Merely a shell was left. I spent a few minutes taking photographs, then I closed the coffin. That was that. The last time I saw my grandfather.

Als mein Papa vor ein paar Jahren starb, wollte ich ihn eigentlich zunächst ebenfalls ansehen, um wirklich persönlich Abschied zu nehmen. Ich halte diese Form der Trauer für sehr wichtig, um den Tod tatsächlich zu realisieren, was wohl die schwerste aller Aufgaben in der Trauerarbeit darstellt – und mit der kenne ich mich unglücklicherweise aus wegen ein oder zwei Dingen.

Leider war mein Papa im Leben zu dick und die Fette im Körper beschleunigen alle möglichen Verwesungsprozesse, weshalb mir der Bestatter dringlichst davon abriet, mir meinen ollen Dad nochmal anzusehen. Ich habe tatsächlich trotzdem überlegt und zwar lange, habe dann aber abgesagt. Heute tut mir das ein bisschen leid, ich bin aber auch nicht sicher, wie ein solcher Anblick sich auf mich ausgewirkt hätte. Heute liegt er in einem gemeinsamen Grab mit Mutti und beide haben neulich einen hübschen Grabstein bekommen.

Übrigens: Mr. Toledano, den viele vor allem für seine Gaming-Bilder und seine komischen Dingsbumsanzüge kennen, hatte vor ein paar Jahren etwas ganz ähnliches gemacht, als er seinen demenzkranken Vater nach dem Tod seiner Mutter über drei Jahre lang pflegte: Days with my Father.