Rechts gegen Rechts – Nazis laufen gegen sich selbst

Heute treffen sich Nazis aus ganz Deutschland in Wunsiedel, um einen Trauermarsch für ihren kackbraunen Superstar Rudolf Hess, durchzuführen. Hess war einer der Hauptverantwortlichen des Holocausts. Die Stadt kann da nur wenig tun, also haben sie sich etwas neues ausgedacht: Einen Nazis-vs-Nazis-Spendenmarathon (hier auf Facebook, #rechtsgegenrechts auf Twitter). Anonyme Geldgeber haben sich zusammengefunden und spenden für jeden gelaufenen Nazi-Meter 10 Euro an Exit Deutschland und es gibt sogar die Marathon-üblichen Bananen-Stände unter einem „Mein Mampf“-Banner. Wunderbare Aktion! Wirkungsvoller Protest gegen menschenverachtende Arschlöcher mit Ironie, Humor und Chuzpe. Toll!

Wunsiedel ist eine kleine Stadt mit einem großen Problem. Trotz zahlreicher Proteste der Bürger und Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht nutzen Neonazis aus ganz Europa die oberfränkische Stadt immer wieder als „Wallfahrtsort“.

Der Grund: Von 1988 bis 2011 lag hier das Grab von Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß. Die Gedenkmärsche wurden dabei zu einer festen Institution der rechten Szene und funktionieren zunehmend als verbindendes Element zwischen Alt- und Neonazis.

Deshalb geht Wunsiedel in diesem Jahr einen anderen Weg und macht aus dem Trauermarsch der Neonazis den unfreiwilligsten Spendenlauf Deutschlands.

Rechts gegen Rechts – Willkommen zum unfreiwilligsten Spendenlauf Deutschlands! (via Netz gegen Nazis)