Doku: Die Arier

Tolle Doku von Mo Asumang, die dem Begriff des Ariers nachgeht und dazu Nazis auf aller Welt besucht. Die Doku lief gestern abend auf Arte, Wiederholung am Donnerstag, dem 15. Mai um 9:00 Uhr, und ab jetzt für 7 Tage auf Arte+7. Fürs Arte Magazin hat Mo ein paar Details zu den Dreharbeiten aufgeschrieben:

Ich traf auf zwei Hauptgruppen von Neonazis: Die „Hass-Verkäufer“, die ein großes Interesse daran haben, die Ideologie über Hasstexte, Musik, Reden und Ähnliches zu verbreiten. Sie sind schwer zu fassen. Zu der zweiten Gruppe zählen oft sehr junge Leute, die breite Masse der Mitläufer, die ich auf 90 Prozent schätzen würde. Mit ihnen kann man reden. Ich bin Botschafterin des Netzwerks für Demokratie und Courage und werde außerdem im Themenjahr gegen Rassismus 2014 mithelfen, Projekte anzuschieben, zum Beispiel in Schulen. Letzteres ist eine Initiative der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Und ja: Ich habe die Hoffnung, an ein paar junge Menschen, an ein paar dieser 90 Prozent heranzukommen. Jeder einzelne ist es wert.

Arier sind übrigens ein Urvolk aus dem indisch-persischen Raum, aus dem Iran, Afghanistan, Pakistan und Indien. Im Iran, was „Land der Arier“ bedeutet, besuchte ich für den Film eine Gruppe Arier. Eine junge Frau, der ich Fotos von „Ariern“ und auch von Juden aus der NS-Zeit zeigte, meinte: „Als Arierin sage ich: Alle Menschen sind gleich. Es gibt keine Unterschiede zwischen uns.“