Kölner Staatsanwaltschaft vs Reverse Graffiti

Die Kölner Staatsanwaltschaft bulliet vandalismusfreie Kreativität im öffentlichen Raum und bringt Reverse Graffiti zur Anzeige, bei dem durch Reinigung von dreckigen Wänden Bilder entstehen. Die Argumentation faselt etwas von „ungefragter Veränderung des Stadtbildes“. Ich bin ja dafür das mit den Verantwortlichen persönlich erlebnisorientiert auszudiskutieren, wegen ungefragter Beleidigung des gesunden Menschenverstandes und offensichtlicher Feindseligkeit gegenüber Kultur, Kreativität und Lebensfreude. Bastards.

2014 […] wird jeder erwischte Fall von Reverse Graffiti der Staatsanwaltschaft angezeigt, weil die kunstvolle Teilsäuberung das Erscheinungsbild der Innenstadt ungefragt verändere – außerdem entstehen Kosten, so die Argumentation der Stadt, weil man schließlich die ganze Wand sauber machen müsse, wenn schon ein Teil gereinigt sei.

Schon putzen Reverse-Graffiti-Künstler aus Protest kleine Putzmänner in den Dreck, während sich anderswo interessante Fragen auftun: Was zum Beispiel ist die Haltung der Stadt zu ungefragt fallendem Regen, fragt die Grüne Jugend NRW in einem offenen Brief mit zehn Fragen an die Stadt Köln.

Repression gegen Umgekehrt-Graffiti – Unser Dorf soll schmutzig bleiben (via Ronny, Bild: Alexander Orion, einer der ersten Reverse Graffiti Streetartists)