De:Bug R.I.P.

Oh Noez! Die De:Bug, neben der Brand Eins das wahrscheinlich einzige deutsche Print-Magazin, das man von vorne bis hinten lesen konnte, ohne Pickel zu kriegen, is no more.

Das Magazin ging 1997 aus dem damals bankrott gegangenen Techno-Mag Frontpage hervor (ich arbeitete ein paar Jahre lang in dem Gestaltungs-Büro von den Frontpage-Designern) und war bis heute unbestritten das innovativste und beste Magazin über alle möglichen Formen digitaler Kreativität, mit Fokus auf Musik natürlich. Außerdem war ich immer ein bisschen Stolz darauf, dass Nerdcore ein paar Jahre hintereinander das beliebteste Blog im Jahrespoll war. Jetzt ist damit sehr wahrscheinlich Schluss.

In der Ankündigung schreibt Bleed (Sascha Kösch) zwar von einem möglichen Verkauf und auch online wollen sie wohl weitermachen, aber man sollte sich schonmal darauf einstellen, dass die nächste Ausgabe wohl die letzte werden wird. Ich habe die De:Bug seit Jahren gelesen – zwar nicht jede Ausgabe, aber sehr regelmäßig –, und ich fürchte, das Magazin wird eine enorme Lücke in der deutschen Print-Landschaft hinterlassen. Schade. RIP De:Bug.

Wie es weitergeht, ist ungewiss. Werden wir De:Bug verkaufen? Wenn sich eine sinnvolle Möglichkeit ergibt, durchaus. Es kann nicht genug gut-gedrucktes Wort geben. Denn so wie Vinyl seinen Platz hat – der ja auch immer wieder neu gefunden werden muss – ist auch Papier ein Wert an sich. Man muss ihn nur herauskitzeln. Wird es online weitergehen? Wir hoffen es stark.

An alle, die uns über all die vielen Jahre unterstützt haben, erst einmal ein riesiges Danke! Unsere Abonnenten und alle anderen, denen wir noch etwas schuldig geblieben sind, bitten wir um ein wenig Geduld, bis wir wissen wie und ob es weiter geht.

DE:BUG VERABSCHIEDET SICH