Mein neuer Killer-Ventilator

Vergangene Woche bin ich dann auf die Suche in der näheren Umgebung meiner neuen Bude nach einem Ventilator gegangen. Hochsommer war da schon längst und die Vorhersagen ließen völlig zurecht ein Mörderwochenende mit Temperaturen irgendwo zwischen Hitzeschlag und ganz realistischen Hirnverflüssigungstendenzen. Ich hatte da keine große Lust auf Ausflüge zu den größeren Elektronikfachmärkten, also klapperte ich erst die Supermärkte hier in der Gegend ab („Haha! Ein Ventilator, jetzt bei diesen Temperaturen! Haha! Nein, junger Mann, da kommen sie etwas spät, die sind allesamt ausverkauft.“), dann die Billigmärkte und ein paar andere Läden, die aussahen, als könnten sie auch nur ansatzweise Gerätschaften zur Abkühlung überhitzter Menschen vorrätig haben. Alles weg, nüscht mehr da.

Dann erinnerte ich mich an dieses eine kleine Geschäft für Elektronikzeugs, an dem ich vor zwei Wochen auf dem Rückweg vom Flohmarkt vorbeigelaufen war. Das war jetzt nicht mehr wirklich die nähere Umgebung, aber immer noch in Laufweite und ich dachte mir, wenn ich heute noch einen Ventilator abgreifen will, dann dort. Gesagt, getan, lief ich die zwei Straßen weiter und fand den Laden auch prompt wieder. Das Angebot an Ventilatoren war zunächst eher mager, ich bewunderte aber den riesigen Industrie-Kühlschrank, den dort zwei Jungs für ihr neues Restaurant (oder sowas) abholten. Und dann entdeckte ich den Salco SFF-450 Bodenventilator, der dort im Schaufenster hing. Kein Plastikscheiß, wie man ihn sonst bei Stand-Ventilatoren antrifft, sondern verschraubtes Metall, das einem von unten die Luft in der höchsten Stufe mit 90 Watt um die Ohren haut – dürfte nicht so wirklich umweltfreundlich sein, aber als Alternative zu 'nem Hitzeschlag soll mir das recht sein. Noch dazu sieht das Ding echt gut aus, mit dem ganzen minimalistisch verbauten Blech: Mein neuer Killer-Ventilator.