News from #Neuland: JDownloader verboten

Noch mehr tolle News auf #Neuland: Die berüchtigte Kanzlei Rasch hat eine einstweilige Verfügung gegen den JDownloader erwirkt und die Software ist damit hierzulande erstmal verboten. Wie sinnvoll das bei einer Open Source-Software ist, weiß ich natürlich nicht. Aber was ist bei deutschen Gerichten in #Neuland schon sinnvoll.

Da es JDownloader2 ermöglicht auch geschützte Streams zu sichern, hat das Landgericht Hamburg im Zuge des Antrags auf Erlass einer einstweiligen Verfügung entschieden, dass der Downloadmanager eine „wirksame technische Maßnahme nach Paragraf 95a Urhebergesetz“ umgehen würde und damit unzulässig sei (Beschluss als PDF-Download). Bei Herstellung, Verbreitung und Besitz zu gewerblichen Zwecken drohen bis zu 250.000 Euro Ordnungsgeld für die Softwareherstellerin.

Bei der Kanzlei Rasch Rechtsanwälte, die für die ProSiebenSat.1 Tochter Myvideo.de die einstweilige Verfügung beantragt haben, freut man sich über diesen Erfolg: „Nachdem 2012 bereits das Landgericht München eine Software verboten hatte, die es ermöglichte, geschützte Videostreams von der Internetseite Myvideo.de herunterzuladen, haben Rasch Rechtsanwälte nun auch gegen die Herstellerin der Software JDownloader2 ein entsprechendes Verbot durchgesetzt.“

Open Source Downloadmanager in Deutschland verboten

[update] Von Golem: „Das Unternehmen Appwork aus Fürth, das die Open-Source-Software anbietet, hat das Plugin, das die vermeintlich illegale Funktion enthält, entfernt. Laut Darstellung des Unternehmens ist die Software damit wieder legal.“