Crowdfund this: Letters from Aleppo, Part 2

Mein Buddy Just, der hier auf Nerdcore am Dezember letzten Jahres seine Letters from Aleppo postete, die dann im schweizer Reportagen-Magazin veröffentlicht und in einer Foto-Ausstellung kulminierten, will erneut da runter fahren und finanziert sich das Equipment für die Reise diesmal im Vorfeld über die Crowdfunding-Plattform We Make It, konkret geht es bei dem Trip um einen erneuten Besuch in der Klinik und den Anschub einer Hilfsaktion. Ist 'ne gute Sache, bitte weitersagen, auch wenn's mal nichts mit Netzpolitik zu tun hat.

Er schreibt mir: „Letzten Freitag gab es dazu noch einen Kick-Off-Event MEET THE MAKERS im Platoon in Berlin auf dem ich das Projekt vor Publikum auf der Bühe vorstellte. Amanda Palmer hatte im Platoon damals den Erfolg ihrers Kickstarter-Projekts gefeiert und Amanda hatte jetzt auch eine Videobotschaft geschickt (Video oben).“

Zusammen mit einem Freund, der im Rahmen seiner PhD-Arbeit aus einer kritischen Perspektive «Geopolitics of Private Security Companies» untersuchte, plane ich seit einiger Zeit eine weitere Reise nach Aleppo. Neben der Recherche zur aktuellen Lage im Land ist ein primäres Ziel auch der erneute Besuch der Klinik. Der Besuch soll die aktuelle Situation erkunden und mögliche Wege ausloten, wie den Menschen dort konkret geholfen werden kann.

Da sich de Situation in Syrien von Tag zu Tag ändert, kann das Gelingen der Reise nicht garantiert werden. Nichtsdestotrotz ist die Reise fest geplant. Da wir ihr grundlegendes Zustandekommen nicht von einem Crowdfunding-Projekt abhängig machen wollen, bitten wir nicht um Finanzierung der Reisekosten (Flug, Logistik, Übersetzer_in etc.), sondern nur um eine Mit-Finanzierung von Teilen des noch benötigtem Equipments. Dies ist eine ballistische Weste mit Helm und eine Kamera mit Videofunktion.

Wir wollen die Hilfsaktion aufgrund der beschriebenen schwierigen Lage im Land möglichst direkt und unabhängig organisieren. Leider sind bislang alle Versuche der Kontaktaufnahme aus der Ferne gescheitert, auch deshalb wollen wir selbst ins Land reisen, auch wenn wir uns dabei realen Gefahren ausliefern. Schutzwesten bieten ein Mindestmaß an Schutz.

Fotoreportage in Aleppo (Syrien)

Vorher auf Nerdcore:
Inside Syria: Letters from Aleppo (1)
„Say hello to Germany for me“: Letters from Aleppo (2)
The Asylum: Letters from Aleppo (3)
The Security Office of the Revolution: Letters from Aleppo (4)
Letters from Aleppo: Ausstellung in Berlin, Interview mit Just