Happy Towelday 2013, everyone!

Ich bin dann trotz Pisswetters nach draußen auf die Straße gelatscht und hab' mein Handtuch mitgenommen, denn heute ist internationaler Handtuchtag, wie jeder weiß – auch wenn ich auf dem Bild eher wie ein Sith aussehe. Hier unsere offene Facebook-Gruppe, da die offizielle Flickr-Gruppe und dort die Website zum Handtuch. Eigene Handtuchbilder bitte in die Kommentare.

Hier noch ein Auszug aus dem Hitchhikers Guide to the Galaxy, dem vielleicht bemerkenswertesten Buch, das die großen Verlage von Ursa Minor jemals herausgebracht haben und das sich besser verkauft, als "53 neue Sachen, die man bei Schwerelosigkeit machen kann". Außerdem hat es an den äußeren Rändern der Galaxis die große Enzyklopedia Galaktika als Standardwerk über alles Wissenswerte längst abgelöst, da er ein bisschen billiger ist und noch dazu auf seinem Einband die Worte „KEINE PANIK“ in großen freundlichen Buchstaben gedruckt sind. „Ein Handtuch“, heißt es da, „ist so ungefähr das Nützlichste, was der interstellare Anhalter besitzen kann.“

Einmal ist es von großem praktischem Wert – man kann sich zum Wärmen darin einwickeln, wenn man über die kalten Monde von Jaglan Beta hüpft; man kann an den leuchtenden Marmorsandstränden von Santraginus V darauf liegen, wenn man die berauschenden Dämpfe des Meeres einatmet; man kann unter den so rotglühenden Sternen in den Wüsten von Kakrafoon darunter schlafen; man kann es als Segel an einem Minifloß verwenden, wenn man den trägen, bedächtig strömenden Moth-Fluß hinuntersegelt, und naß ist es eine ausgezeichnete Nahkampfwaffe; man kann es sich vors Gesicht binden, um sich gegen schädliche Gase zu schützen oder dem Blick des Gefräßigen Plapperkäfers von Traal zu entgehen (ein zum Verrücktwerden dämliches Vieh, es nimmt an, wenn du es nicht siehst, kann es dich auch nicht sehen – bescheuert wie eine Bürste, aber sehr, sehr gefräßig); bei Gefahr kann man sein Handtuch als Notsignal schwenken und sich natürlich damit abtrocknen, wenn es dann noch sauber genug ist.

Was jedoch noch wichtiger ist: ein Handtuch hat einen immensen psychologischen Wert. Wenn zum Beispiel ein Strag (Strag = Nicht-Anhalter) dahinter kommt, daß ein Anhalter sein Handtuch bei sich hat, wird er automatisch annehmen, er besäße auch Zahnbürste, Waschlappen, Seife, Keksdose, Trinkflasche, Kompaß, Landkarte, Bindfadenrolle, Insektenspray, Regenausrüstung, Raumanzug usw., usw. Und der Strag wird dann dem Anhalter diese oder ein Dutzend andere Dinge bereitwilligst leihen, die der Anhalter zufällig gerade »verloren« hat. Der Strag denkt natürlich, daß ein Mann, der kreuz und quer durch die Galaxis trampt, ein hartes Leben führt, in die dreckigsten Winkel kommt, gegen schreckliche Übermächte kämpft, sich schließlich an sein Ziel durchschlägt und trotzdem noch weiß, wo sein Handtuch ist, eben ein Mann sein muß, auf den man sich verlassen kann.

Daher der Satz, der in den Anhalterjargon übernommen worden ist: »He, hast du den Hoopy Ford Prefect gesasst? Das ist ‘n Frood, der weiß echt, wo sein Handtuch ist.« (Sassen = wissen, durchblicken, treffen, Sex haben mit; Hoopy = echt irrer Typ; Frood = total echt irrer Typ).

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Handtuch