Bended Realities – Festival für spielerische Digitalkultur

Ab heute steigt in Offenbach das Bended Realities-Festival von den Machern des „Waggon am Kulturgleis“, an dem mein alter Kollege und Buddy Fred – wir haben damals vor dreitausend Jahren zusammen bei einer Zeitung rumgestaltet – mitgearbeitet hat und wo unter anderem Alan Shapiro und Ossi Urchs Sachen erzählen, obendrauf gibt's Chiptunes, Circuit-Bending und DIY-Kultur. Heute Mittag kann man sich an der HfG unter anderem die Installation Papercomputers ansehen, über die ich hier vor ein paar Wochen gebloggt hatte. Hier der Flyer zum Festival als PDF, das Online-Programm steht hier.

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Bended Realities ist ein Festival, das sich mit den kulturellen, sozialen und politischen Veränderungen unserer Gesellschaft durch eine DIY-geprägte Netzwelt beschäftigt. Circuit Bending, das experimentelle neuverdrahten von Schaltkreisen zur Erzeugung nie gehörter Töne ist dafür ein namensgebender Ausgangspunkt.

BR2013, PLAYING FOR REAL wirft einen Blick auf das sich verwischende Verhältnis von Spiel und Realität. In einer zunehmend virtuell angereicherten Wirklichkeit buhlen gamifizierte Strategien in Wirtschaft und Politik massiv um unsere Teilnahme als potenzielle Mitspieler. Die Weisheit, dass man sich im Leben immer entscheiden muss, welches Spiel man mitspielt, ist vermutlich schon älter als das digitale Zeitalter. Seit den ersten Heimcomputern ist allerdings kaum eine Generation vorstellbar, die besser auf all die spielbaren Extraleben vorbereitet wäre. Wer da mit wem spielt, scheint eine ebenso wichtige Frage zu sein, wie die, woher die Entwicklung kommt und wohin sie führt.

(Kom-)Positionen, Spiele, Projekte, Vorträge & Diskussionen, die das Verhältnis von Spiel und Wirklichkeit in Zeiten der Vollvernetzung reflektieren.