The Walking Crap S03E16: Welcome To The Tombs of Bullshit

Gepostet vor 4 Jahren, 4 Monaten in #Misc #Movies #Comics #Review #Series #TheWalkingDead

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Das Finale der dritten Walking Dead-Staffel ist ein riesiger Haufen Bullshit. Was man uns da vorgesetzt hat, war eine einzige, große Frechheit, an Unfähigkeit der Drehbuchschreiber nicht zu unterbieten: The Walking Crap, indeed. Und dieses Review ist ein einziger fetter Spoiler.

1.) Ich hab' kein wirkliches Problem damit, Milton praktisch gleich am Anfang über die Wupper geht, obwohl ich die Figur mit am interessantesten fand. Ein Zombie-Doktor hätte dem Ensemble zwar gut getan und einige neue Spins hervorbringen können – und aus dem Labor und seinen Forschungen haben sie genau gar nichts gemacht, nada, nuffin', die paar stimmungsvollen Szenen aus den ersten paar Folgen sind völlig für die Katz' und reine Story-Füller – aber sei es drum. Der frühe Tod von Milton kam zwar etwas überraschend, aber na gut. Nur…

Der Governer sticht den Doktor ab, um ihn mit der eingesperrten Andrea alleine zu lassen, damit er sich in einen Zombie verwandelt und die Dame verspeist… nette Idee. Allein: Andrea wurschtelt sich einen ab mit der Zange hinter ihrem Dingsbums und Milton lebt noch so halb, da kann er natürlich nicht sein Rest-Adrenalin zusammenpacken und ihr mit der scheißbeknackten Zange helfen, die nur fucking zwei Meter von ihm wegliegt! Ist ja nun nicht so, als ob man ihm irgendwelche Gliedmaßen abgehackt hätte, der hat „nur“ ein Loch im Bauch! Ärgerlich! Obendrein müssen wir uns Andreas Gefuchtel mit der Zange und ihre „Gespräche“ mit dem halbtoten Milton in gefühlten drölfhundert Szenen ansehen.

2.) Merle ist tot und keiner KEINER gibt einen Scheiß drauf. Der wird nicht erwähnt, sein Tod oder seine Rückkehr als Zombie ist schlichtweg nicht präsent.

3.) Rick wollte Michonne an den Governor ausliefern, aber das ist gaaar kein Problem, alles easy, da wird nicht drüber geredet, alles Friede Freude Eierkuchen. Die Serie hat in den letzten 5 Staffeln ein paar Konflikte und Konstellationen aufgebaut – und lässt die einfach so verpuffen! Als wäre nix gewesen! Das ist kein Storytelling, das ist reine Zeit-Auffüllerei – das ist Bullshit, und zwar ganz großer.

4.) Der Governor überfällt mit seiner Dorfbewohnersoldatenarmee den Knast, aus dem sich Rick und seine Gang scheinbar zurückgezogen haben – nur um dann in einer viel, viel zu langen Sequenz durch das verlassene Gefängnis zu schleichen, wo genau nix passiert. Und als sie dann rauskommen, werden sie von Glenn und Maggie über den Haufen geballert – scheinbar, denn ich hab' die Meute nur fliehen sehen, so wirklich getroffen haben die glaube ich keinen. Dafür langt aber Carl in einer Szene ziemlich hin und schießt einem Teenager ins Gesicht, der aus dem Nichts auftaucht – warum flieht die Woodbury-Armee auf nem Truck und der latscht durchs Unterholz, hm? Der einzige Sinn hier besteht darin, Carl als Badass und internen Antagonisten zu Rick hinzustellen, Vorbereitungen für Staffel 4. Der komplette Überfall ist nur Beiwerk hierfür und eigentlich komplett überflüssig. Und dann, UND DANN!

5.) Die Woodbury-Gang flieht mit ihrem Truck, werden vom Governor verfolgt, gestoppt – und als eine der Damen nicht zu Unrecht anmerkt, dass sie eben keine Soldaten seien und ja eigentlich gegen Zombies kämpfen sollten – da rastet Herr Governor aus und ballert seine eigenen Leute über den Haufen. Die sind allesamt bewaffnet, kommen grade aus einer Schießerei und schauen dabei zu, wie der Herr einen nach dem anderen erschießt und nur einer kommt auf die Idee, dem Herrn Governor eine Kugel zu verpassen – was er nicht tut, weil… I DON'T KNOW! Und dann… verschwindet der einfach, fährt halt weg mit seinen zwei Spießgesellen, die aus irgendwelchen Gründen noch geblieben sind.

Muss man sich mal vorstellen: Die halbe Staffel steuert auf einen Konflikt zwischen Rick und dem Governor hin, die beiden „ziehen in den Krieg“, tauschen Geiseln aus, dies und das und dann… NIX! GAR NIX! Der Governor bringt seine Leute um und zieht von dannen mit einem leisen PFFFFFT. WTF?! Anticlimax much?

Nicht nur der Überfall auf den Knast ist überflüssig, der komplette Aufbau von Konflikten in den vergangenen Folgen ist völlig sinnlos und werden nicht aufgelöst, beziehungsweise sie werden aufgelöst – allerdings in einer Form, die nicht, aber auch gar nichts mit der bisherigen Story zu tun hat! Das Ausmaß an Schwachsinn erreichte hier mehr oder weniger ihren Höhepunkt und ab da hab' ich diese Staffel als Müll abgehakt.

6.) Eine Überlebende führt Rick und seine Gang nach Woodbury, wo sie auf Tyreese treffen, der nicht bei der Ballerei des Governors mitspielen wollte und lieber auf die Kinder und Omis aufgepasst hat. Zusammen suchen sie Andrea und finden sie, lebend, aber angeknabbert von Milton. Michonne offenbart in dieser Szene ihr komplettes, nichtvorhandenes, schauspielerisches Talent. Der Frau beim Leiden zuzusehen bereitet selbst körperliche Schmerzen, furchtbar, ganz ganz unterirdisch. Und Andrea: Natürlich ist die Figur in der Serie etwas dämlich geschrieben, aber so einen egalen Tod wünscht man ihr ja nun doch nicht.

7.) Das war's, Rick nimmt die Kinder und die Omis mit in den Knast (weil er ja der Wohltäter ist, der er ist, hat er doch noch ein oder zwei Folgen zuvor einen fit aussehenden Anhalter stehenlassen, der zerfleischt wurde), das war's. Das große Staffelfinale. Meine Fresse, was für ein unterirdischer Scheiß.

Die Folge ist symptomatisch für die komplette Staffel, die voll ist von sinnbefreiten Intros und Storylines, die einfach liegengelassen werden. Action, wenn sie stattfindet, ist häufig äußerst mies getimed und nur manchmal mitreissend, oder wie im Finale: gar nicht. Die Schaupspieler agieren okayish bis grottig, die Darstellung der Michonne ist ein Ärgerniss, Rick in Lalaland ist reinste Folter. Carl schafft es, noch mehr zu nerven als zuvor. Man lässt Merle, eine der interessantesten Figuren der kompletten Serie, wieder auftauchen, gibt ihm ein Badass-Bajonett-Dingsbums, nur um ihn am Ende umzubringen – ohne Relevanz zur Story.

Das alles ist so hanebüchen schlecht geschrieben, dass es rauscht – im Grunde war die handlungsarme Staffel 2 sogar noch besser, da konsistenter und insgesamt logischer. Ich hab' gestern mit der Serie abgeschlossen. Ich werde sie auch nächstes Jahr wieder ansehen, läuft dann aber unter Guilty Pleasures. Ich erwarte von dieser Serie und ihren Machern nichts mehr. Gar nichts mehr.

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