Anti-Leistungsschutzrechts-Plugin für WordPress

Der Bundesrat hat heute das Leistungsschutzrecht durchgewunken, das Geschacher der alten Parteien und Lobbyisten interessiert mich nicht, es ist dasselbe Geschacher wie immer, mit Handschlag abgemacht in verrauchten Konferenzräumen. Es sind Leute aus der alten Welt mit ihren alten Regeln, die schon seit ein paar Jahren nicht mehr gelten. Thomas verabschiedet sich vom Technologiestandort Deutschland und trägt die unfassbar technologie-, zukunfts- und Verbraucherfeindlichen Beschlüsse der letzten Tage und Wochen nochmal zusammen.

Es gibt ein WordPress-Plugin, dass die Liste der Verlagsangebote, die das LSR unterstützen, auf eine Landing Page umleitet:

Das LSR-Plugin für WordPress (Hier downloaden!) bewirkt, dass Verlinkungen zu Onlineangebote von Presseverlagen automatisch auf eine Landingpage umgeleitet werden, die auf die möglichen Folgen des Leistungsschutzrechtes hinweist.

Auch für all diejenigen, die kein eigenes Blog betreiben, aber dennoch im Netz publizieren, bieten wir ein eigenes Tool: Unseren LSR-URL-Shortener. Wenn Ihr URLs von Presseunternehmen damit kürzt, wird damit zunächst auf die Landingpage umgeleitet. Eine LSRickRoll sozusagen. In beiden Fällen gelangen eure Freunde und Follower natürlich mit einem einzigen weiteren Klick auf die eigentlich verlinkte Originalquelle.

Ich würde es mir ja installieren, allein: Für mich selbst, ganz persönlich und für dieses Blog hier, spielt das LSR keine Rolle. Links auf deutsche Medien halten sich hier – diplomatisch formuliert – sehr in Grenzen. Ich brauche die deutschen Medien aus den großen Verlagen nicht. Die Blogs aus meinem Feedreader schlagen sämtliche Holzmedien in allen für mich interessanten Bereichen, die Berichterstattung von Fefe während Zyperns Bankenkrise war schneller, treffender und genauer als alles andere.

Ich lese Reuters im Reader, wozu brauche ich da den Schrott etwa aus dem Verlagshaus Burda, deren Boss mit dem Steuerparadies Panama verstrickt ist und der gleichzeitig hier das LSR lobbyiert, für seine auf totes Holz gedruckten Überflüssigkeiten (Frau im Trend, Tomorrow, Cinema)? Ich lese seit urzeiten keine BILD-Zeitung, das Drecksblatt spielt in meinem Universum keine Rolle und die paar Medien aus dem Springer-Haus, die ich mal gelesen habe (Musik-Express, Rolling Stone) wurden vollständig von Pitchfork oder Brooklyn Vegan ersetzt.

Die Verabschiedung des Leistungsschutzrecht lässt mich nur müde lächeln. Ich brauche Euren Müll nicht und dieses Gesetz wird Euren Untergang nicht aufhalten.