Mondos Oscar Posters 2013

Mondo hat nochmal einen Schwung Prints zu den Oscars veröffentlicht, die aus irgendeinem Grund immer noch zu haben sind und im Gegensatz zu den ersten Postern für die Academy recht gelungen sind, allen voran Laurent Durieux' Print für Paul Thomas Andersons „The Master“ und Kilian Engs Poster für Ben Afflecks „Argo“.

Ich hab' mir die Veranstaltung ja gestern nacht angesehen und fand die echt okay. Seth McFarlane hat seine Sache gut gemacht, auch wenn der Auftakt ein bisschen überspannt war. Hätte gerne noch bissiger sein können, aber okay. Unerträglich war die Les Misérables-Performance live auf der Bühne, da hab' ich dann auch irgendwann zur neuen Walking Dead-Staffel umgeschaltet. Die Preise sind größtenteils überraschungsfrei, bis auf Waltz für seinen Schultz in Django. Hochverdient zwar, aber ich hätte nicht damit gerechnet, dass er den Preis zweimal abräumt. Ein kleines Kuriosum gab's auch: Ein Gleichstand beim Oscar für Sound Editing zwischen Skyfall und Zero Dark Thiry, gab's zuvor fünf mal.

Für einen kleinen Online-Eklat sorge The Onion, die die neunjährige Quvenzhané Wallis (Beasts of a Southern Wild) als „Cunt“ bezeichneten, was jetzt auch für Onion-Verhältnisse ein bisschen drüber ist. Muss man nun aber auch kein Drama draus machen.

„Argo“ hat den Best Picture-Oscar hochverdient gewonnen, „Life of Pi“ hat völlig zurecht abgeräumt, wie gesagt, alles eher überraschungsfrei. Und natürlich hat Haneke mit „Amour“ für den ausländischen Film gewonnen, allerdings ist „No!“ aus Chile von Antonio Skármeta der bessere Film. Darin zettelt ein Werber im Jahr 1989 mit einer Kampagne für die Opposition gegen Pinochet eine Revolution an. Aber nee, klar, Haneke und Liebe muss ja 'nen Oscar kriegen. Ich halte den Mann für überbewertet. Hier der Trailer zu „No!“:

 Youtube Direktnope

Chile, 1989. Diktator Pinochet lässt eine Volksabstimmung über die Fortführung seiner Präsidentschaft durchführen. Alle Prognosen sagen den Sieg Pinochets voraus, der Staat und Medien mit eiserner Hand kontrolliert. In dieser fast aussichtslosen Situation engagieren die Führer der Opposition den brillanten jungen Werbefachmann René Saavedra (Gael García Bernal), obwohl der bisher mehr mit Erfrischungsgetränken als mit Politik zu tun hatte.

Unter der ständigen Überwachung des Regimes, mit äußerst knappen Ressourcen und einigem Gegenwind aus den eigenen Reihen entwerfen René und sein Team aus dem Zauberkasten der Werbewelt eine knallig-bunte ¡NO!-Kampagne. Erst nach und nach wird René bewusst, mit wem er sich angelegt hat.