Stoppt Kreuz dot net!

Gepostet vor 4 Jahren, 4 Monaten in #Misc #Crime #Nazis #Religion

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Der Bruno Gmünder Verlag hat die Aktion Stoppt Kreuz dot net ausgerufen, deren Ziel es ist, die Hintermänner der „katholischen Internetplattform“ ausfindig zu machen und zu Anzeige zu bringen. Die Aktion hat ihren Ursprung in einem „Kopfgeld“ vom 5. Oktober und das ist ein voller Erfolg:

Nachdem der Bruno Gmünder Verlag am Freitag Abend 15.000 Euro Kopfgeld für juristisch verwertbare Informationen über die Hintermänner des Portals für sogenannte "Katholische Nachrichten" ausgesetzt hatte, sind keine 48 Stunden später schon hunderte Hinweise auf stopptkreuznet@brunogmuender.com eingegangen.

Kreuz dot net ist eine Website mit angeblich religiösem Hintergrund, unter dessen Deckmantel rechtsextreme Inhalte verbreitet werden. Letzte Woche schossen diese Nazis den Vogel ab mit einem unfassbaren Text über den verstorbenen Dirk Bach. (Ich werde den Dreck nicht verlinken, falls Ihr nicht Bescheid wisst um was es geht: Google.)

In der Folge hat der Schwulen- und Lesbenverband Deutschlands e.V. kreuz dot net wegen Volksverhetzung verklagt. Da die Betreiber allerdings in Arizona anonym agieren und ein 2008er Verfahren bereits eingestellt werden musste, hat der Bruno Gmünder Verlag nun eine Belohnung ausgelobt, die zur Ermittlung der Identität der Betreiber führen. Kann ich vollumfänglich unterstützen, denn auch wenn ich mit dem Begriff „Kopfgeld“ ein kleines Problem habe: Bei diesen Arschlöchern tendiert mein Mitleid gegen Null.

Einen Tag nach dem Tod des Schauspielers Dirk Bach am 1. Oktober 2012, erschien auf dem Portal für sogenannte "katholische Nachrichten" kreuz.net ein Text unter der Überschrift "Jetzt brennt er in der ewigen Homohölle". In ihm wird Bach als "homosexueller Sittenverderber", "Homo-Gestörter", sexuell krank, „Propagandist der Homo-Unzucht“ und „entartet“ bezeichnet.

Der Bruno Gmünder Verlag, in dem unter anderem Deutschlands schwules Life-Style-Magazin MÄNNER erscheint, kritisiert diesen Umgang mit Dirk Bachs Tod aufs Schärfste.

Tino Henn, Vorsitzender der Geschäftsführung: "Wir wünschen Dirks Partner, seinen Freunden und seiner Familie in dieser schweren Zeit viel Kraft und Zuversicht und werden unser Möglichstes tun, damit das Andenken an Dirk Bach nicht weiter beschädigt wird. Wir haben lange bei kreuz.nets Homohobie zugesehen. Aber jetzt hat das Treiben dieser Katholiban eine Dimension und so viel öffentliche Aufmerksamkeit erreicht, dass jedes stillschweigende Zusehen zu einer Art Mittäterschaft werden würde."

Stoppt Kreuz.net!

Und: Ich hatte vor ein paar Tagen eine Anonymous-Aktion getwittert, die sich bei näherer Betrachtung als eine ziemlich dilettantische Petition herausstellte. Das nur der Vollständigkeit halber.

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