52 Shades of Greed: Pokerset for the 99%

Gepostet vor 4 Jahren, 8 Monaten in #Design #Misc #Economy #Illustration #Poker

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Illustratoren Marc Scheff und Daniel Nyari haben zusammen mit 28 Kollegen ein Pokerdeck für (die verbleibenden Reste von) Occupy Wallstreet und da speziell für die Alternative Banking Group gestaltet und mit „52 Shades of Greed“ kann man jetzt mit den Gesichtern hinter der Wirtschaftskrise und ihren Methoden ein paar Runden Poker zocken. Find' ich gut! Kaufen kann man die Karten hier. Von Creative Review:

 Youtube Direktgreed

Art directed by two New York-based illustrators, a freshly designed set of 52 illustrated playing cards looks to educate the masses about some of the main contributing factors in the US to the current recession...

Just a few weeks ago, New York-based illustrator Marc Scheff was approached by a member of Occupy Wall Street's Alternative Banking group and asked to illustrate some of the people, institutions, and wider bad banking practices responsible for causing the recession.

Scheff roped in regular collaborator and fellow illustrator Daniel Nyari and the two of them decided to create a full deck of 52 playing cards for the project, inviting 26 other illustrators - including Jess Worby, Jon Burgerman, Mikkel Sommer and Steve Simpson - to contribute to the project with only a week to submit their work. The result is the 52 Shades of Greed pack of playing cards.
The idea was not simply to name and shame some of the big players in US banking and government that ultimately failed to protect the interests of homeowners and borrowers - but to highlight a catalouge of failures and wrong-doings that conspired to cause the collapse of the economy.

Und wo wir grade beim Thema sind: Die Doku „Goldman Sachs – Eine Bank lenkt die Welt“ lief kürzlich auf Arte und ist jetzt für ein paar Tage online auf Arte+7 zu sehen, nach dem Klick.



(via I heart Pluto)

Seit fünf Jahren steht die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs für sämtliche Exzesse und Entgleisungen der Finanzspekulation. Durch hochspekulative Geschäfte mit der Zahlungsunfähigkeit der amerikanischen Privathaushalte konnte sich die Bank an der aktuellen Finanzkrise bereichern und wurde dank ihrer politischen Verbindungen selbst vor dem Bankrott bewahrt. Als die amerikanische Krise über den Atlantik nach Europa schwappte, wurde Goldman Sachs zu einem der Protagonisten der Euro-Krise: Die Bank soll gegen die europäische Einheitswährung spekuliert und die griechische Staatsschuldenbilanz mit Hilfe komplexer und undurchsichtiger Währungsgeschäfte geschönt haben. Als die europäischen Regierungen nacheinander dem Zorn der Wähler zum Opfer fielen, nutzte Goldman Sachs die Gunst der Stunde, um ihr komplexes Einflussgeflecht auf den alten Kontinent auszuweiten.

Goldman Sachs ist mehr als eine Bank. Sie ist ein unsichtbares Imperium, dessen Vermögen mit 700 Milliarden Euro das Budget des französischen Staates um das Zweifache übersteigt. Sie ist ein Finanzimperium auf der Sonnenseite, das die Welt mit seinen wilden Spekulationen und seiner Profitgier in ein riesiges Kasino verwandelt hat. Mit weltweit einzigartigen Verflechtungen und einem Heer aus 30.000 Bankern konnte Goldman Sachs auch in den letzten fünf Krisenjahren kräftige Gewinne einstreichen, seine Finanzkraft weiter ausbauen, seinen Einfluss auf die Regierungen stärken und sich vonseiten der amerikanischen und europäischen Justiz völlige Straffreiheit zusichern.

Das Geschäftsgebaren der Bank ist überaus diskret. Ihr Einfluss reicht weit in den Alltag der Bürger hinein - vom Facebook-Börsengang über die Ernennung des Präsidenten der Europäischen Zentralbank bis hin zum Lobbying gegen die Regulierung des Finanzsektors. Der Arm der Bank ist lang, und sie befindet sich stets auf der Gewinnerseite.

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