AntiFa fällt die Deutsche Gedenk-Eiche in Rostock-Lichtenhagen

Hier ein Nachschlag zum Aufreger von gestern: Die AG antifaschistischer Fuchsschwanz hat die „Friedenseiche“ gefällt, die am Sonntag zum Gedenken an die Pogrom-Nächte von Rostock erinnern sollten. Sehr gute Aktion und der Begründung ist nicht hinzuzufügen. Die Eiche gilt als deutscher Nationalbaum und wird häufig in der Heraldik (Wappenkunde) benutzt, ausgerechnet ein solches Zeichen zu setzen ist in der Tat ein Schlag ins Gesicht der Opfer. Nur um den Baum selber tut's mir ein bisschen leid.

Wir haben in der Nacht vom 28. auf den 29. August, gegen gegen halb 2, in etwa einem Meter Höhe, die Eiche neben dem Sonnenblumenhaus abgesägt. Denn dieses Symbol für Deutschtümelei und Militarismus ist für die Menschen, die 1992 dem Mob in Rostock-Lichtenhagen ausgesetzt waren, ein Schlag ins Gesicht.

Auch dass dieser Baum in der Zeit des Nationalsozialismus als sogenannte Hitlereiche gepflanzt wurde, macht ihn unvertretbar. Dass ausgerechnet Joachim Gauck, der Sarrazin einen mutigen Man nennt und der Meinung ist, dass das Wort Überfremdung legitim sei, auf einer der Veranstaltungen reden durfte, zeigt für uns wie fehlerhaft und falsch der momentane Ansatz einer offiziellen Aufarbeitung in Rostock ist. Dass zwei Mitgliedern des deutsch-afrikanischen Freundeskreises Daraja e. V. trotz offizieller Einladung und ohne Begründung der Einlass zu dieser Gedenkveranstaltung verwehrt wurde, setzt dem Ganzen nur noch die Krone auf.

Lichtenhagen: Friedenseiche abgesägt, Bekennerschreiben der Füchse auf Indymedia (via Ronny)