Rassismus auf Gedenkfeier gegen Rassismus: Rostock-Lichtenhagen 2012

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Bei diesem Video sind mir schon wieder zwei Äderchen im Auge geplatzt. Während unser Bundesgauck auf einem „Festakt“ (allein das Wort schon!) anlässlich des 20. Jahrestages des Pogroms in Rostock-Lichtenhagen die Gewalt gegen Ausländer schönredet, werden Menschen mit offizieller Einladung nicht eingelassen, offensichtlich weil sie schwarz sind. Ihre Plätze blieben während der Veranstaltung frei.

Der Text auf Kombinat Fortschritt liest sich leider unnötig sperrig, aber da muss man eben durch und Wegschauen ist bei diesem Thema keine Option:

Am Rande dieser offiziellen Veranstaltung mit dem neu ernannten Ehrenbürger scheint sich jedoch die Kontinuität der Fratze des Rostocker Erinnerungsdiskurses gezeigt zu haben. Zwei Mitglieder des deutsch-afrikanischen Freundeskreises Daraja e. V., unter ihnen das Vorstandsmitglied Marouf Ali Yarou Issah, hatten sich bereits vor Wochen für die Gedenkveranstaltung mit Joachim Gauck angemeldet – zunächst auch mit Erfolg. Über eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn fanden sie sich mit ihrer Einladung auf dem Gelände ein. Doch bereits am Einlass wurde der Zutritt zum Festakt hinausgezögert. Zunächst kein ungewöhnliches Unterfangen bedenkt man die hohen Sicherheitsvorkehrungen, die für die Anreise des Bundespräsidenten getroffen werden. Doch nachdem die Sicherheitsbeamten mit den Veranstaltern Rücksprache hielten, wurde den geladenen Gästen plötzlich mitgeteilt, dass sie auf der Veranstaltung nicht erwünscht seien, genauere Begründungen für dieses Vorgehen blieben jedoch aus. Auch auf explizit gestellte Nachfragen erhielten die ausgeladenen Gäste keine Auskunft, nur eine scheinheilige Begründung, dass sie auf dem Gelände wohl zu spät eingetroffen seien. Eine Farce, denn auch nach der Abweisung konnten offenbar weitere Geladene die Schleuse passieren.

Rostock-Lichtenhagen 2012: Gedenken nur für Weiße und andere Brechmittel,