GEMA honeytraps Anonymous, loggs IRC-Chats

Letzten Sommer startete Anonymous die Operation GEMA, jetzt sind die Ermittlungsakten geleaked und zeigen, dass die GEMA informiert war, die Behörden den IRC-Chat loggte und Test-DDoS-Angriffe auf die eigenen Server gefahren wurden. Interessant, um das mal vorsichtig zu formulieren.

Kürzlich wurden einige Unterlagen in Verbindung mit den DDoS-Angriffen des Internet-Kollektivs Anonymous auf die Server der GEMA am 17. Dezember 2011 veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass alle Nachrichten in den IRC-Kanälen des Kollektivs aufgezeichnet werden. Vor dem Angriff wurden von den Ermittlern testweise DDoS-Angriffe auf eigene Server durchgeführt. Die GEMA war gewarnt und vorbereitet.

Als sich die Sympathisanten des Internet-Kollektivs Ende November 2011 im deutschsprachigen IRC-Kanal trafen, waren die Beamten bereits auf Sendung. Die Berliner Niederlassung der Verwertungsgesellschaft GEMA hatte bereits im August des Vorjahres einen Strafantrag wegen des Verdachts auf Computersabotage und Datenveränderung gestellt. Die Ermittlungsbehörden schnitten möglicherweise in der Folge des Strafantrages alle unverschlüsselten Textnachrichten des öffentlichen IRC-Kanals mit. Sie bekamen mit, wer unter welchem Pseudonym zu Straftaten aufrief und wie die anderen Nutzer darauf im Detail reagierten. Nachdem die Ankündigung vom 29. November öffentlich war, wurde die GEMA von den Behörden auf den zu erwartenden Angriff hingewiesen, man war also gut vorbereitet.

Gulli: Operation GEMA: Behörden schneiden IRC-Kanäle der Aktivisten mit (via @GEMAwatch)

Vorher auf Nerdcore:
Anonymous vs GEMA
Anonymous fucks GEMA in the ass