Déjà-vu - Die Kunst der Kopie

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Spannende Ausstellung in der Kunsthalle Karlsruhe: "Déjà-vu? Die Kunst der Wiederholung von Dürer bis YouTube", Vernissage ist morgen abend ab 19 Uhr, die Ausstellung läuft dann ab dem 21. April bis zum 5. August. Tausendmal wertvoller als sogenannte Journalisten, die in Exceltabellenversteherschmierblättern Lobbyisten ihre zwanzig Jahre alten Argumente vortragen lassen.

Das Phänomen des Kopierens ist so alt wie Kunst selbst. Gerade im Zeitalter von „Copy & Paste“ gewinnt die Frage nach dem Stellenwert von Kopien neue Aktualität. Die Kunsthalle untersucht in einem Kooperationsprojekt mit der Staatlichen Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe die vielfältigen Formen, Funktionen und Motive des Kopierens. Um die verschiedenen Facetten der Kopie sichtbar zu machen, spannt die Ausstellung den Bogen von der Kunst des späten Mittelalters über die Moderne bis zur zeitgenössischen Kunst und zur Welt des Internet.

HR2 Der Tag hat (wohl anlässlich dieser Ausstellung) eine Sendung zur Kopie im kulturhistorischen Kontext: Deja-vu - Der Zauber der Kopie

Das ist doch nur eine Kopie, nur eine Wiederholung des Bekannten. More of the same. So werten wir ab, so verlangen wir nach immer Neuem. Und tun dem Wiederholten, der Kopie und den Kopisten Unrecht. Denn zum einen ist es keineswegs einfach, eine gute Kopie zu erstellen. Eine sorgsam gearbeitete Taschenuhr nachzuschaffen - zum Beispiel. Zum anderen könnte der Uhrmacher auch erst, wenn ihm die Kopie gelungen ist, eine noch bessere Uhr entwickeln. Wiederholungen sind auch notwendiger Bestandteil jeder individuellen Biografie, sind ein Naturgesetz und die Voraussetzung für jeden Fortschritt. Wir alle sind Wiederholungstäter, und das ist auch gut so...