Sony vs GEMA

Lustig: Sony Music-Chef Edgar Berger wettert in einem Interview gegen die GEMA, weil die angeblich Videos auf Youtube sperren lässt und Sony so „Millionenumsätze verloren“ gehen. Und die GEMA wiederum schiebt den schwarzen Peter Youtube zu, weil die die Rechte nicht erworben hätten. Erinnert mich aus irgendeinem Grund an den Clip Blindfolded Mens Boxing von 1949, den ich neulich gesehen habe. Ich weiß auch nicht genau, wieso.

Auch hübsch, wie Berger in dem Interview das Netz als „großen Glücksfall“ und „Segen“ bezeichnet, dabei ist Sony selbst neben der GEMA einer der größten Videolöschficker überhaupt. Labelbosse sind eben auch nur Politiker.

Sony Music will, dass in Deutschland seine Musikvideos bei Youtube zu sehen sind. "Ich wünsche mir sehr, dass es auch in Deutschland bald diese Möglichkeit gibt", sagte Edgar Berger, Chef von Sony Music International, im Gespräch mit der Tageszeitung Die Welt. Sony Music International ist eine Sparte von Sony Music Entertainment Germany.

Dass dies nicht möglich sei, liege nicht an Sony Music, sondern an der "Verwertungsgesellschaft Gema", "die Urheberrechte sehr restriktiv lizenziert. Uns gehen dadurch Millionenumsätze verloren", erklärte Berger. Diese Praxis sei auch einer der Hauptgründe, warum der digitale Musikhandel in Deutschland weniger stark ausgeprägt ist. "Ich bin mir aber auch relativ sicher, dass es bei der Gema irgendwann Einsicht zwecks ökonomischer Notwendigkeit geben wird."

Das Internet sei für die "Musikindustrie ein großer Glücksfall, oder besser gesagt: Das Internet ist für uns ein Segen", betonte Berger.

Millionenverlust wegen Gema-Sperren auf Youtube, hier das Interview: "Das Internet muss frei sein, nicht umsonst" (via Ronny)