Charlie Brookers Black Mirror S01E02: 15 Million Merits

Gepostet vor 5 Jahren, 6 Monaten in #Misc #CharlieBrooker #Media #Series #TV

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Am Wochenende lief die zweite Folge von Charlie Brookers neuer Serie Black Mirror, die ist erwartungsgemäß sensationell und toppt die Kunst-Terrorfolge von letzter Woche nochmal, ist dabei aber komplett anders und vor ein paar Stunden auf Youtube aufgetaucht, oben der erste von fünf Teilen, der Rest nach dem Klick.

„15 Million Merits“ ist sowas wie eine Medien-Dystopie, die Menschen leben in quadratischen Räumen, wo sie pausenlos mit Schrott-TV bombardiert werden, sie verdienen sich „Merits“ in dem sie mit Fitness-Bikes Energie erzeugen, mit dieser Währung können sie Dinge aus Automaten kaufen oder an einer Casting-Show teilnehmen. Ein Auftritt in dieser Show kostet die titelgebenden 15 Millionen Merits, die komplette Handlung findet in geschlossenen Räumen statt, eine Welt „da draußen“ gibt es nicht und der einzige Ausweg aus dem Fitnessbike-Loop läuft über die Show (und wenn man Gewicht zulegt, kann man noch Putzmann werden, die unterste Kaste dieser Gesellschaft). Alle tragen die gleichen Klamotten, Individualität existiert nur „on screen“ in Form von Avataren und den Promis.

In dieser Welt lebt Bing und er ist sehr genervt. Als er eines Tages Abi trifft, schenkt er Ihr seine 15 Millionen Merits, die er von seinem Bruder erbte, sie tritt auf (übrigens mit einem sehr tollen Cover von Irma Thomas „Anyone who knows what love ist (will understand)“) und selbstverständlich kommt dann alles anders.

Ich weiß nicht genau, ob ich diese Black Mirror-Folge besser finden soll als die erste, aber sie ist definitiv toll. Bing steht freilich für Charlie Brooker, das Ende der Folge kann man als Metapher auf seine eigene Funktion im Trash-TV lesen. Geschrieben wurde „15 Million Merits“ von ihm und seiner Frau Kanak ‘Konnie’ Huq, die selbst eine Begleitserie zur englischen Casting-Show X-Factor moderierte, aus der sie gefeuert wurde, nachdem sie ein paar giftige Bemerkungen in Richtung Simon Cowell losließ. Die Folge ist also noch dazu eine persönliche Abrechnung mit dem kompletten menschenverachtenden Format. Und wie bereits letzte Woche bleibt nur noch zu sagen: Bloody brillant!

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Teil 5

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