GEMA kassiert für Musik unter CC-Lizenz

Ronny vom Kraftfuttermischwerk hat bei einer Veranstaltung aufgelegt, auf der ausschließlich CC-lizenzierte Musik gespielt wurde und weil die GEMA so ist, wie sie ist, kassiert sie beim Veranstalter Gebühren für Musik, deren Rechte sie nicht verwaltet. Ein weiteres Beispiel dafür, wie sehr die Verwaltungsapparate aus dem letzten Jahrtausend nicht mehr in die Welt passen.

Juristisch würde mich ja folgendes interessieren: Da der Veranstalter schlüssig beweisen kann, dass auf dem Event ausschließlich CC-lizensierte Musik lief und Creative Commons vor Gericht bereits anerkannt wurde, wieweit die GEMA-Vermutung überhaupt diesbezüglich von deutschem Recht gedeckt ist. Ich vermute mal in diesem Fall: Gar nicht.

Jedenfalls: Die Musikpiraten haben daraufhin vor einem Monat schon eine schöne und dazu äußerst passende Aktion gestartet:

Die GEMA behauptet, die Mehrheit der Urheber wäre bei ihr organisiert. Daraus leitet sie unter anderem das Recht ab, bei jeder CD-Produktion Auskunft zu verlangen, wer die Urheber der Lieder sind. Bei einer Namensgleichheit fordert sie Geld von dem Produzenten der CD. Dies erfolgt auch, wenn ein Stück diesen Namens von dem vermeintlichen Urheber bei der GEMA nicht angemeldet wurde. Begründet wird dies damit, dass der Urheber die Anmeldung ja vergessen haben könnte. Um die Überholtheit diese Vermutung zu beweisen, sammelt der Musikpiraten e.V. Daten von Urhebern, die gemafreie Musik produzieren. Ziel ist es, mehr als 64.778 Datensätze zu sammeln, dies entspricht der Anzahl der GEMA-Mitglieder im Jahr 2010.

Operation GEMA-Vermutung