The Bankster ist not a Yes Man and Goldman Sachs rules the world

(Youtube Direkthoax, via Dangerous Minds)

Heute ist etwas ganz interessanes passiert. Die BBC hatte gestern ein Interview mit einem Mann namens Alessio Rastani, einem Trader an der Londoner Börse und der war im Interview so dermaßen ehrlich, dass sehr schnell Gerüchte die Runde machten, er wäre einer der Yes Men, einer Truppe, die sich auf Konferenzen und in Interviews einschleicht um absurdeste Statements abzugeben, damit haben sie Bhopal mal um ein paar Millarden Dollar leichter gemacht.

Jedenfalls, die Leute dachten, Rastani währe einer von ihnen, unter anderem befeuert von Meldungen auf Reuters, im Guardian, auf Forbes. Aber er ist keiner und die Yes Men gaben vor ein paar Stunden folgendes Statement raus: Rastani is not in Liberty Plaza.

We've never heard of Rastani. Despite widespread speculation, he isn't a Yes Man. He's a real trader who is, for one reason or another, being more honest than usual. Who in big banking doesn't bet against the interests of the poor and find themselves massively recompensed—if not by the market, then by humongous taxpayer bailouts? Rastani's approach has been completely mainstream for several years now; we must thank him for putting a human face on it yesterday.

Die Situation ist also folgende: Die Wirtschaft geht mal wieder auf Sturzflug, ein Bankster sag einmal im Fernsehen deutlich die Wahrheit und alle halten genau das für einen Witz, einen Streich, so dass sich die echten Prankster zu einem Statement genötigt sehen. Ich finde das, so insgesamt, ziemlich bemerkenswert.