Science extracts Youtube-Movies from Brains

Wissenschaftler haben anhand des Blutflusses im Gehirn Filme rekonstruiert, die die Probanden vorher gesehen hatten. Mit Youtube-Clips. Kein Scheiß.

Die Testpersonen sahen sich neue Filme an, die sich von dem Material des ersten Durchlaufs komplett unterschieden. Allein auf Basis der Daten zur Gehirnaktivität rekonstruierte das Programm die gesehenen Filmszenen. Es griff dazu auf einen Pool aus 18 Millionen Sekunden willkürlich ausgewähltem YouTube-Material zurück und suchte nach Filmszenen, die den zuvor gelernten Hirnaktivitätsmustern am ehesten entsprachen. "Es interpretiert die neuronalen Signale", sagt Nishimoto, Erstautor der Studie, die im Fachblatt "Current Biology" erschienen ist.

Die hundert am besten passenden Szenen verschmolz der Computer am Ende zu verschwommenen, aber bewegten Rekonstruktionen der von den Probanden gesehenen Filmszenen. Es ist ein teils gespenstisch wirkender Einblick in die Innenwelt des Geistes.

Noch sei die Technologie weit davon entfernt, tatsächlich Gedanken lesen zu können, betonen die Forscher. Aber bereits jetzt seien praktische Anwendungen denkbar: So könne ein solches Programm zukünftig Schlaganfallspatienten oder anderen Menschen, die durch eine Krankheit gelähmt sind, bei der Kommunikation mit der Umwelt helfen.

Die zentrale Frage aber lautet: Werden Computer eines Tages in der Lage sein, dem Gehirn auch die Bilder aus Erinnerungen und Träumen zu entreißen? "Ich glaube, dass das möglich sein wird", sagte Gallant SPIEGEL ONLINE. "Das ist nur eine Frage der Zeit." Die Grenzen bestünden derzeit nur in der Qualität der Hirnaktivitätsmessungen und der Computermodelle sowie in der Rechenkapazität.

Hirnströme - Computer rekonstruiert Filme aus Gedanken(Danke Peter!)