Cliff Stoll: The Culture of Computers give me the Heeveejeevies

22.09.2011 Misc
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(Youtube Direktheevee)

Als vor ein paar Stunden das letzte Video zu AT&Ts Tech Icons mit Clifford Stoll durch meinen Feedreader rutschte, tauchte dieser 15 Jahre alte Vortrag von ihm in den Related Videos auf. Darin geht's vor allem um Bildung und Computer.

Und deshalb habe ich gestern nacht tatsächlich online nach Spuren der drei besten Lehrer gesucht, die ich jemals hatte. Einer davon verstarb noch, während ich auf der Schule war. Einer ist echt alt geworden – you know, fucking years. Vom letzten habe ich nichts gefunden, wie auch immer, das sind sie:

1.) Dr. Klingler. Mein Chemie- und Biologie-Leherer. Ein harter Knochen, so wie man „harter Knochen“ definiert. In unserer ersten Stunde bei ihm saßen wir rum und machten unseren Quatsch, da kam er reingestürmt in den Klassensaal, schmiss seine Unterlagen auf den Tisch und rief: „Ist jetzt mal hier Ruhe oder was?“ Klingler holte in jeder einzelnen Stunde drei bis zehn Schüler nach vorne und frage sie ab über den Inhalt der vorangegangenen Unterrichtsstunde. Ich kassierte von ihm 5en und 6en, aber auch viele 1en und 2en. I never learned more, than from this guy. Alles was ich zum Beispiel jetzt noch über das Auge weiß, über die Rezeptoren und die Stäbchen, ist unauslöschlich in meinem Hirn eingebrannt. All his fault. Er war ehrlich, unberechenbar und niemals bestechlich in seiner Mission, zu lehren.

2.) Herr Biedermann. Mein Deutschlehrer von Klasse 9 bis 11. In der ersten Stunde, die wir bei ihm hatten, hieß er uns: „Steht mal bitte auf und guckt aus dem Fenster“. Wir sahen die Spitze eines Baums auf dem Schulhof. Dann sollten wir uns wieder setzen und als sich der letzte hingesetzt hatte, fragte er seine Klasse: „Nun beweisst mir, ohne aufzustehen, warum dieser Baum existiert“. Der Baum war sitzend nicht mehr zu sehen. Daraus folgte eine sich über drei Unterrichtsstunden erstreckende Diskussion um Philosophie und Platons Höhlengleichnis. Biedermann war unser Klassenlehrer damals, als wir mit ihm in Urlaub fuhren, saß er nur unten im Hof, rauchte, und ließ uns saufen und mit den Mädchen rummachen. Because he knew.

3.) Der Name meines Mathelehrers von 7 bis 9 ist mir entfallen und das tut mir wirklich richtig leid. Er war ein kleiner, dicker Mann mit Halbglatze und Schnurrbart und er hat mich Unendlichkeit gelehrt. Er ist noch in meiner Schulzeit an Krebs erkrankt und gestorben, ich erinnere mich an sein Begräbnis: Der ganze Friedhof war voll von hunderten Schülern, darunter ich. Er konnte Zahlen und Gleichungen erklären, wie kein anderer. Logik! Wenn x=y dann ist y+2=x+2. Easy. Er zeigte mir, was irrationale Zahlen sind, Pi zum Beispiel. Und fuck, ich erinnere mich nicht an seinen Namen.

Ach ja, Clifford Stoll! Den Vortrag oben sollte sich jeder ansehen. Er ist 15 Jahre alt und jedes Wort darin ist wahr.