J.R.R. Tolkiens „The Silmarillion“ with handdrawn Calligraphy in a DIY-Book

Gepostet vor 5 Jahren, 9 Monaten in #Misc #Books #Calligraphy #DIY #Literature #Typography

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Kunststudent Benjamin Harff hat im Jahr 2009 als Examen J.R.R. Tolkiens „Das Silmarillion“ in einem selbstgemachten Buch kalligrafiert. Wikipedia: „Das Silmarillion (Quenya für Von den Silmarilli) ist eine Sammlung unvollendeter Werke J. R. R. Tolkiens, die auf seinen Wunsch posthum von seinem Sohn Christopher in überarbeiteter und vervollständigter Form veröffentlicht wurde. Das Silmarillion bildet die kosmogonische und mythologische Vorgeschichte zu Tolkiens großen Romanen Der Hobbit und Der Herr der Ringe.“

Als ich damals Ende der 90er Schriftsetzer (Oldschool!) lernte, hatte ich sowas wie einen Mentor, der hatte noch Bleisatz gemacht und besaß nicht eins, sondern zwei selbstgebundene Bücher, die komplett voll waren mit eigenen Illustrationen. Der konnte ebenfalls Kalligrafie und ich habe mich damals selbst daran versucht, kam aber mit Feder und Tusche nicht so richtig zu recht. Ich bin eben doch ein Photoshop-Kind. Wie auch immer: Benjamin Harff hat nicht das komplette Buch abgeschrieben, sondern „nur“ die Illus und Vignetten und Initialen und auch die hat er gescannt, gelayoutet und das fertige Buch zuhause ausgedruckt. Das ist aber dennoch immer noch fantastisch genug.

Aus einem Interview mit der Tolkien Library (via Clockworker):

TL: Can you explain how it was made?

BH: All the initials, the calligraphic pages and illumination was drawn and painted by hand. I used a steel-pen and indian ink as well as brushes and water colours. For the metal colours silver, gold and copper I took acrylics, because they are easier to handle than really laid gold and you can also work with water colour on acrylics.

After this all the work had to be digitalized by scanning and fotography, followed by the fitting into the text.

This was done in only very short time, and that is why there are so many errors in the typography. I first wanted to do the bookbinding by myself, but because I printed the book at home with a Canon-Inkjet I could not receive suitable paper for a folio-binding, so I had to let it be done by a professional bookbinder.

She was so kind to show me how a leather-cover is made and let me work in her workshop, so the binding into goat leather was made by me (with help, of course).

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