Fermats last Theorem-Google Doodle

Gepostet vor 5 Jahren, 9 Monaten in #Misc #Google #History #Mathematics #Storys

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Google widmet seinen heutigen Google Doodle dem 410. Geburtstag von Pierre de Fermat, der im 17. Jahrhundert seinen berühmten Großen fermatschen Satz formulierte, der besagt, dass „die n-te Potenz einer Zahl, wenn n > 2 ist, nicht in die Summe zweier Potenzen des gleichen Grades zerlegt werden kann“ bzw. dass es für die Formel an + bn = cn mit a, b, c als natürlichen Zahlen für n>2 keine Lösung gibt. Noch da?

Dieser „letzte Satz Fermats“ bliebt 350 Jahre lang ungelöst, er formulierte ihn am Rand des Buchs Arithmetica von Diophantos, wo er lapidar bemerkte: „Es ist unmöglich, einen Kubus in zwei Kuben zu zerlegen, oder ein Biquadrat in zwei Biquadrate, oder allgemein irgendeine Potenz größer als die zweite in Potenzen gleichen Grades. Ich habe hierfür einen wahrhaft wunderbaren Beweis gefunden, doch ist der Rand hier zu schmal, um ihn zu fassen.“

Tatsächlich wurde der Beweis für Fermats Letzten Satz im Jahr 1993 von Andrew Wiles gefunden, nach sieben Jahren Arbeit in fast völliger Abgeschiedenheit, worüber Simon Singh das äußerst spannende Buch „Fermats letzter Satz“ geschrieben hat, das ich vor tausend Jahren zwei mal gelesen habe. Wenn Ihr mal einen historischen Mathe-Krimi lesen wollt, der eigentlich in der Gegenwart spielt: This is your book. Und, um hier noch einen superpersönlichen Bogen zu spannen:

Der Darmstädter Mathematiker Paul Friedrich Wolfskehl hat 1908 den Wolfskehl-Preis auf den Beweis von Fermats letzten Satz ausgelobt:

Einer später erzählten Legende zufolge war sein Schicksal auf seltsame Weise mit dem fermatschen Satz verbunden. Als seine Liebe zu einer Frau von dieser nicht erwidert wurde, fasste er den Entschluss, sich selbst zu töten. Er setzte den Zeitpunkt seines Freitodes genau auf Mitternacht fest und wollte sich bis dorthin die Zeit vertreiben. Aus Zufall stolperte er über eine Arbeit zur fermatschen Behauptung und war von dieser derart gefesselt, dass er über ihr die Zeit vergaß. Wolfskehl überlebte aus diesem Grund die Nacht, ließ anschließend von seinen Selbstmordgedanken ab und änderte aus Dank sein Testament.

Als er dann 1906 tatsächlich starb, hatte er darin festgelegt, dass er 100.000 Goldmark für denjenigen aussetzte, der zuerst einen vollständigen Beweis in einer Fachzeitschrift veröffentlichte. Daraufhin wurde 1908 von der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen der Wolfskehl-Preis ausgeschrieben.

Einsendeschluss für dieses Unterfangen sollte der 23. September 2007 sein. Im Jahr 1997 wurde der Preis (der noch umgerechnet 70.000 DM wert war) an Andrew Wiles ausbezahlt.

Ich habe 30 Jahre lang in Wolfskehlen gelebt. Irre, wie die Dinge manchmal zusammenpassen.

Google Doodle Commemorates Fermat’s Last Theorem on His 410th Birthday (via Neatorama)

Amazon-Partnerlink: Fermats letzter Satz: Die abenteuerliche Geschichte eines mathematischen Rätsels

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