Copyright is killing the Back-Catalogue

Gepostet vor 5 Jahren, 9 Monaten in #Music #Politics #Copyright #Music-Industry

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Der amerikanische Kongress hat 1978 bei der Revision ihres Copyrights ein Schlupfloch für Künstler eingebaut. Die können 35 Jahre nach Veröffentlichung einer Platte die Rechte daran einfordern, sofern sie das zwei Jahre im voraus beantragen. Das wird schon sehr bald möglicherweise dazu führen, dass den Labels der Back-Katalog ausblutet.

Zwei Gedanken dazu: 1.) Den Labels brechen die Verkäufe bei den New Releases ein, unter anderem dadurch, dass sie sich nicht wirklich den technologischen Realitäten stellen. Wenn ihnen nun der Backkatalog wegfällt, inklusive aller Lizenzeinnahmen für die Verwendung von Songs in Filmen, Werbung, etc, bleibt nicht mehr viel als Geschäftsgrundlage, zumindest nicht in ihrer Form des derzeit unbeweglichen Konzerns. 2.) Vielleicht führt genau dieser juristische Zwang zu einer nötigen Fragmentierung der Majors inklusive einer Neugestaltung des Urheberrechts, vielleicht ist das aber auch nur mein Wunschdenken. Wie auch immer: Bereits 2013 können Van Halen, The Cars und Bruce Springsteen die Recht an ihren Alben beantragen, wenige Jahre später folgen AC/DCs Back in Black und Michael Jacksons Off the Wall und Thriller. Bob Dylan hat schon eingereicht, Bryan Adams, Kris Kristofferson und Tom Waits ebenso. Den Labels bleibt praktisch „nur“ das Vermarktungszeitfenster der letzten 35 Jahre, der Rest fällt ab 2013 zurück an die Künstler. Which is a good thing, denn wie man es auch dreht und wendet: Die Labels werden sich bewegen müssen. Und Bewegung tut gut.

Die Labels werden das natürlich zunächst nicht hinnehmen: „As the record companies see it, the master recordings belong to them in perpetuity, rather than to the artists who wrote and recorded the songs, because, the labels argue, the records are “works for hire,” compilations created not by independent performers but by musicians who are, in essence, their employees.“ Ich kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, dass sie mit dieser Argumentation durchkommen. Wie auch immer, es bleibt spannend.

“In terms of all those big acts you name, the recording industry has made a gazillion dollars on those masters, more than the artists have,” said Don Henley, a founder both of the Eagles and the Recording Artists Coalition, which seeks to protect performers’ legal rights. “So there’s an issue of parity here, of fairness. This is a bone of contention, and it’s going to get more contentious in the next couple of years.”

With the recording industry already reeling from plummeting sales, termination rights claims could be another serious financial blow. Sales plunged to about $6.3 billion from $14.6 billion over the decade ending in 2009, in large part because of unauthorized downloading of music on the Internet, especially of new releases, which has left record labels disproportionately dependent on sales of older recordings in their catalogs.

“This is a life-threatening change for them, the legal equivalent of Internet technology,” said Kenneth J. Abdo, a lawyer who leads a termination rights working group for the National Academy of Recording Arts and Sciences and has filed claims for some of his clients, who include Kool and the Gang.

Record Industry Braces for Artists’ Battles Over Song Rights (via Gizmodo)

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