Apples iTunes Match

Gepostet vor 5 Jahren, 11 Monaten in #Misc #Apple #Copyright #p2p

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Apple hat gestern jede Menge Neuigkeiten vorgestellt, die einzig wirklich interessante davon ist selbstverständlich iTunes Match, ein Service, der für 25 Dollar im Monat Jahr die per P2P runtergeladene Musik legalisieren soll, theoretisch. Offiziell sagen sie, es ginge um gerippte CDs, aber natürlich ist das Thema hier der (noch) illegale Download aus Tauschbörsen. Apples iTunes Match scannt die Musikbibliothek, schickt die Daten nach Hause, gleicht sie mit dem Songkatalog aus dem iTunes-Store ab und behandelt die Daten ab da wie gekaufte Musik, die man auf der eigenen Platte löschen und ohne weitere Kosten erneut runterladen kann. Songs, die nicht im Store vorhanden sind, kann man in die iCloud (die nicht viel mehr als ein aufgesextes MobileMe ist) hochladen.

Die kompakteste Zusammenfassung aller Features habe ich bei Geekosystem gesehen: Everything You Wanted to Know About iCloud.

- iTunes Match is not a streaming service.
- Apple software will scan your music and find those tracks amongst the 18 million currently in the iTunes Store.
- They will then be treated as purchased music; you can download, delete and re-download. Sort of a “free upgrade.”
- You will not have to pay for each upgraded track; that cost is covered by your flat $24.99 fee.
- Apple claims that this service will be better, cheaper, and faster than its competitors.
- If your songs are not on the Apple store, Apple will let you upload those songs. The assumption was that this would be a comparably small number of songs, and there was no word on storage, or bandwidth restrictions.
- There was no mention of consequences of ending your subscription; it begs the question, will your matched songs still be available if you opt out of the plan.

Ob das ganze für mich selbst funktioniert ist fraglich… ich nutze zwar einen iMac und besitze ein iPad, bin mit dem Handy mittlerweile aber auf Android umgestiegen und spiele grade auf einem Billiglaptop mit Linux rum und meine Musikbibliothek ändert sich seit Jahren ständig und ich weiß nicht wirklich, ob ich so eine allumfassende Bibliothek aller Songs ever überhaupt haben will, dazu ist meine Rezeption viel zu sprunghaft, im Grunde habe ich immer nur die Alben auf der Platte, die ich im Moment höre, mein Musik-Ordner umfasst derzeit grade mal rund 5 Gigs (exklusive der Tracks, die ich zum Mixen brauche und ebenso exklusive meiner Hörspielsammlung). Auch: So wie ich das verstanden habe landen Daten, die man gelöscht und aus der Cloud erneut runtergeladen hat, als AAC auf der Platte, dem Apple-eigenen proprietären Datenformat. Will ich nicht haben.

Die andere Frage ist, ob das Ding wirklich angenommen wird. Sicherlich hat Apple mit iTunes und dem iPhone eine enorme Marktpenetration in der Hand, die hilft ihnen aber eben auch nicht bei allem weiter, siehe dieses Social Network innerhalb von iTunes, an dessen Name ich mich nicht erinnern kann, oder eben MobileMe. Darüber hinaus nutze ich immer öfter Miro als Mediaplayer.

Sehr spannend hingegen finde ich die juristischen Implikationen, die dieser Service mit sich bringt: Sind Musikdaten aus (noch) illegalen Quellen nach dem Scan durch Apple und der Übertragung in die iCloud wie durch Hexerei legal? Was passiert, wenn ich Musik per Torrent downloade, in die iCloud schicke und ein paar Wochen später erhalte ich dennoch eine Abmahnung? Darf ich die dann wegen Irrelevanz zurückschicken? Oder wegen Inkompetenz? (Es sollte ja tatsächlich Auto-Backmailer mit Irrelevanz-Stempel für Anwaltsschreiben geben, aber das führt jetzt etwas zu weit.) Hier würden mich tatsächlich die Details interessieren, die den Verträgen stehen, die Apple mit der Musik-Industrie abgeschlossen hat, eine Garantie für solche Fälle wird Apple mit Sicherheit nicht übernehmen. Ebenso unklar ist, was mit meiner Musikbibliothek nach einem gelöschten Account passiert.

Und was passiert, wenn ich, nur mal so angenommen, einen Ordner bei DropBox aufmache, da eine Tonne Musik reinlade, diesen Link an Kollegen und Freunde weiterschicke und die einmal die iCloud drüberrutschen lassen? Ist das dann legal? Hat dann nicht jeder (iCloud-User) innerhalb spätestens eines Jahres alle Musik der Welt für 25$ im Monat Jahr? Hat Apple das mit einberechnet? Und was ist mit den Indie-Labels? Die bekommen von den 150 Millionen, die Apple an die Big Four zahlt erstmal nix und auch vom Gesamtkuchen bekommen sie prozentual weniger, was ich bei meinem Musikgeschmack nicht wirklich unterstützen kann. Siehe dazu Techdirt: Apple's Music Match: Innovation By (Record Label) Committee.

The real story may be in the terms of the deal. While the labels allegedly turned down $100 million from Google to offer the same functionality, they took $150 million from Apple for this deal -- as an advance on approximately 58% of all of those $25 fees. Depending on how much music you actually have, the $25/year might be a decent deal compared to other cloud storage offerings, but Apple isn't going to make much money on it. Between the storage/bandwidth fees and having to fork over so much to the labels, this has to be a loss leader type of deal, with hopes that it sells more hardware (probably not a bad bet for Apple). Of course, that explains why the Google deal may have been "unsustainable" in the eyes of Google. It doesn't really have the hardware revenue to fall back on.

Still, it makes you wonder what, exactly, Apple is paying the labels for here. What's really being licensed? Effectively it's the ability to match the songs and put copies in a locker, which basically means that the labels are getting paid -- yet again -- for songs that they already sold to people.

That said, the other interesting thing about this is that while the labels were pushing everyone else to figure out ways to block tracks that didn't have a clear authorized lineage from being included in such deals, that does not appear to be the case here. As a friend noted to me after this announcement, if someone creates a dropbox or other mountable hard drive with a ton of music, and people mount it and then run the matching software on it, they could technically "launder" unauthorized tracks through Apple and have them in their "cloud" pretty easily. Which means... expect stories in the very near future from RIAA-types about this horrible "new trend" of massive mountable drives that people use to then dump thousands of songs into their Apple music storage. How long until someone tries to pass a law about that sort of thing?

The other interesting bit? While the big four music labels apparently got that $150 million as an advance, all of the indie labels? They get nothing. Not only are they not getting any advances, but they get a smaller percentage than the major labels. Apple pretty much realized that if it had the big four labels, the indies would more or less be forced to come on board at whatever terms Apple wanted.

Apples iTunes Match ist ein oberflächlich betrachtet ein schönes Ding, ein hochinteressanter Ansatz und wahrscheinlich die richtige Idee, zumindest ein Schritt in die richtige Richtung, wirft aber im Detail eine Menge Fragen auf und ob sich Match in der Praxis behauptet, wird sich zeigen. Ich bin gespannt.

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