Arte-Doku: Welcome to the 80s - Postpunk und Neue Deutsche Welle

Gepostet vor 6 Jahren, 3 Monaten in #Misc #Music #80s #Documentary #HipHop #Punk

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(Youtube Direkt80s, via KFMW)

Im Sommer 2009 lief auf Arte eine sechsteilige Dokureihe über die Musik der 80er, jetzt hat ein netter Mensch die erste und die dritte Folge bei Youtube hochgeladen. Oben „Postpunk und Neue Deutsche Welle“, Snip von Arte:

Postpunk & Neue Deutsche Welle beginnt bereits in den später 70er Jahren: der Punkrock wirkt wie eine musikalische Entschlackungskur für eine aufgeblähte und tot produzierte Pop- und Rockmusikszene (Barclay James Harvest, Pink Floyd, Yes), initiiert eine nie zuvor dagewesene Vielfalt und Experimentierfreude.

Bis heute maßgeblich einflussreiche Bands wie Devo, Gang of Four und Wire prägen den Postpunk-Sound und spielen mit neuen technischen und musikalischen Möglichkeiten. In den gewaltigen ökonomischen Umbrüchen Großbritanniens der späten 70er formiert sich ein hochpolitischer Sound, der schwarze und weiße Elemente miteinander kombiniert: The Clash atmen Reggae und Punk gleichermaßen, The Specials reanimieren den jamaikanischen Ska der 60er. Sie alle zünden ein Fanal gegen den europaweit aufkommenden Rechtsextremismus - und zugleich schlägt die Geburtsstunde der Independent-Bewegung: Das Ska-Label 2Tone startet äußerst erfolgreich und füttert die britischen Top Ten mit Bands wie The Selector oder Madness, und Daniel Millers Mute-Records werden eher zufällig ins Leben gerufen. Der Film erzählt, wie das geschah.

Nach dem Klick die Folge über Hip Hop.


(Youtube Direktrap, via KFMW)

Von Arte:

Mit "Rapper's Delight" läutet die Sugar Hill Gang die 80er Jahre ein. Mit zwei Plattenspielern und einem Mikrofon erobert der Hip-Hop die Charts. Der Breakdance beeinflusst die Welt des Tanzes ebenso wie das Graffiti die der Kunst. Was leicht und unbeschwert beginnt, entwickelt sich im Laufe des Jahrzehnts zu einer internationalen Jugend- und Protestbewegung.

Rap, Breakdance & Grafitti begibt sich in das New York der Dekadenwende und zeigt das Entstehen einer selbstbewussten, schwarzen Kultur. Afrika Bambaataas "Zulu Nation" ergreift die Seelen und liefert neuen Kunst- und Lebensformen ihren Soundtrack. Inspiriert vom antikolonialen Kampf der Zulu in Südafrika ebenso wie von den politischen und musikalischen Helden der Bürgerrechtsbewegung der 60er Jahre spielt Afrika Bambaataa gegen Bandenkriminalität, Rassismus und die Folgen der Sklaverei an. Sein Credo: Peace, Love, Unity and Having Fun! Ganz wie beim Punk die berühmten "3 Akkorde" zum Selbermachen animieren, gibt der Sprechgesang zum DJ-Set der Straße eine nie zuvor gehörte Stimme von Gewicht. Die Szenen sind noch nicht klar geschieden, die Einflüsse von Kraftwerk und The Clash immens. Up- und Downtown, Kunstszenen-Schickeria und schwarzer Underground bilden eine historisch einmalige Einheit, als Graffiti erst in New York und dann weltweit seinen "Aufstand der Zeichen" feiert und den öffentlichen Raum der reinen Kommerzialisierung wieder entreißt.

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