Revolution in Ägypten (4)

In Ägypten geht's in die heiße Phase. Al Djazeera meldet mehr als eine fast zwei Millionen Protestanten Protestierende auf dem Tahrir Platz, die Hälfte dürfte ungefähr der Wahrheit entsprechend, was immer noch beeindruckend genug ist, wobei die Armee allerdings an einigen Stellen Demonstranten aufzuhalten scheint und gleichzeitig Unruhestifter der Noch-Regierung festnimmt. The Beginning of the End.

[update] Die Militärpolizei zäunt Mubaraks Zuhause mit Stacheldraht ein, offenbar zum Schutz vor den Aufständischen.

[update] spOnline und BBC miss the point: „Ein BBC-Reporter kürt das beste Spruchband, das er bisher in Kairo gesehen hat. "Das Volk sollte keine Angst vor seiner Regierung haben, die Regierung sollte eher Angst vor ihrem Volk haben", steht darauf zu lesen.“ Und es ist ein Spruch aus Alan Moores Comic „V for Vendetta“.

[update] Gutjahrs Blog ist auf dem Tahrir Platz und bloggt von dort., Mathias twitterte dazu: „Ein kleiner Beitrag: Alle Flattr-Einnahmen zu diesem Text werden auf 30€ hinzuaddiert und an @gutjahr gespendet: http://bit.ly/dKW7DA #egypt“

Links:
Al Jazeera: Live-Stream, hier auf auch über Youtube, Live Messages from Egypt

Telepolis: Das Ende von Mubarak? - Ägypten: Tag der Massenproteste. Auf die Internetsperre kommt es nun nicht mehr an: „Auf die totale Internetsperre kommt es nun nicht mehr an: "Facebook ist jetzt der Tarhir-Platz". Das Internet ist irrelevant für den Protest, so auch der al-Jazeera-Reporter. Mobilfunkverbindungen seien wichtig; zur Stunde istaber noch nicht klar, wie und ob die Netze funktionieren. Die Nachrichten sind widersprüchlich. Worauf es ankommt, ist die Größe und der Eindruck, den der heutige als Millionen-Mega-Protest angekündigte Tag der Oppositionsbewegung sichtbar macht ("The Holy Grail was always to fully mobilize the masses." Pepe Escobar). Und dafür spielen auch andere Netzwerke und Verbindungen eine Rolle.“

spOn-Liveticker: „Auch aus den Kairoer Vorstädten strömen die Massen gen Innenstadt. Die U-Bahnen sind derart voll, dass man sich kaum bewegen kann, meldet SPIEGEL-Mann Daniel Steinvorth.“

Guardian: Why fear the Arab revolutionary spirit? – The western liberal reaction to the uprisings in Egypt and Tunisia frequently shows hypocrisy and cynicism: „What cannot but strike the eye in the revolts in Tunisia and Egypt is the conspicuous absence of Muslim fundamentalism. In the best secular democratic tradition, people simply revolted against an oppressive regime, its corruption and poverty, and demanded freedom and economic hope. The cynical wisdom of western liberals, according to which, in Arab countries, genuine democratic sense is limited to narrow liberal elites while the vast majority can only be mobilised through religious fundamentalism or nationalism, has been proven wrong. The big question is what will happen next? Who will emerge as the political winner?“